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Agrarökologie / Agrarwissenschaften / Agrarwirtschaft Jobs


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Agrarökologen, Agrarwissenschaftler und Agrarwirtschaftler – ihre Interessen überschneiden sich, doch legen sie in ihrer Arbeit andere Schwerpunkte.

Ziele der Agrarökologie

Zunächst bezog sich die Agrarökologie auf die Pflanzenproduktion und auf den Schutz der Pflanzen. In den letzten Jahrzehnten wurden dann immer mehr umweltbezogene, soziale, ökonomische, ethische und entwicklungsbezogene Aspekte hinzugezogen. Als Wissenschaft befasst sich die Agrarökologie heute mit den ökologischen Zuständen und Prozessen der Agrarökosysteme und dem Ökosystemkomplex Agrarlandschaft als Ganzes. Die Agrarökologie berücksichtigt dabei nicht nur die unmittelbar der landwirtschaftlichen Nutzung unterworfenen Ökosysteme wie Acker- und Grünland, sondern auch die damit funktional verknüpften naturnäheren Ökosysteme wie Wälder und Moore und deren mittelbare Beeinflussung durch die Landwirtschaft.

Die Methoden der agrarökologischen Forschung variieren mit den jeweils untersuchten Ökosystemen und Organismengruppen und zeigen mit standortkundlichen Erhebungen, Luft- und Satellitenbildinterpretationen, Anwendungen geographischer Informationssysteme und ökologischer Modellierung die Nähe zu angrenzenden Wissenschaftsdisziplinen wie der ökologischen Standortkunde und der Landschaftsökologie.

Der Weltagrarbericht zeigt neue wie alte Beispiele gelungener agrarökologischer Anpassung und beschreibt ihr enormes Potenzial zur direkten Steigerung des Ertrages und Schonung unserer Ressourcen, aber auch zur Belebung der örtlichen Wirtschaft und Verbesserung von Gesundheit, Wohlstand und Widerstandsfähigkeit.

Worum geht es den Agrarwissenschaften?

Die Agrarwissenschaften beschäftigen sich mit allen Fragen rund um die Primärproduktion menschlicher und tierischer Nahrung sowie nachwachsender Rohstoffe. Eigenständige Fachgebiete der Agrarwissenschaften sind die Pflanzenbauwissenschaften, Tierwissenschaften und die Agrarökonomie.

Das Studium der Agrarwissenschaften

Laut Statistischem Bundesamt waren im Wintersemester 2014/ 2015 sowohl an Universitäten als auch an Fachhochschulen 52.900 Studierende, der Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften, in Bachelor- und Masterstudiengängen eingeschrieben.

Neben den in Deutschland bestehenden Abschlüssen verleihen einige Unis auch Doppelabschlüsse, wie bspw. der Masterstudiengang „Organic Agriculture and Food Systems (EUR-Organic)“ der Universität Hohenheim.

Ein Studium der Agrarwissenschaften ist in Deutschland an folgenden Universitäten und Hochschulen möglich:

  • Georg-August-Universität Göttingen
  • Universität Hohenheim
  • Technische Universität München
  • Humboldt-Universität zu Berlin
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
  • Justus-Liebig-Universität Gießen
  • Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  • Universität Rostock
  • Universität Kassel
  • Hochschule Geisenheim University
  • Fachhochschule Bingen
  • Fachhochschule Eberswalde
  • Fachhochschule Kiel
  • Fachhochschule Osnabrück
  • Hochschule Anhalt
  • Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden
  • Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen
  • Hochschule Neubrandenburg
  • Hochschule Rhein-Waal
  • Hochschule Südwestfalen 
  • Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

Ein Studium der Agrarwissenschaften ist in der Schweiz an der ETH Zürich und Berner Fachhochschule mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Fachrichtungen und in Österreich an der Universität für Bodenkultur Wien möglich.

Wo arbeiten Agrarwissenschaftler?

Da sich das Agrarstudium mit sehr vielen Themenbereichen befasst, bestehen vielfältige Berufsmöglichkeiten: ob in der Forschung, in der Züchtung, in der Beratung, in der Praxis sowie in der (Fach-)presse. Auch außerhalb der Agrarbranche werden Bachelor- und Masterabsolventen der Agrarwissenschaften und auch Agraringenieure eingestellt. Dann arbeiten sie beispielsweise in Banken oder Versicherungen.

Agrarwirtschaft

Die Agrarwirtschaft bildet die Schnittstelle der Agrarwissenschaften und der Wirtschaft. Gerade in diesem Bereich werden zukünftig exzellent ausgebildete Führungskräfte benötigt.

Agrarwirtschaft studieren an der TH Bingen: Agrarmanagement und Landwirtschaft als Vertiefung

Die TH Bingen beispielsweise bietet den Bachelorstudiengang Agrarwirtschaft an, der mit dem akademischen Grad Bachelor of Science abschließt. In den ersten drei Semestern werden natur- und betriebswirtschaftliche Grundlagen vermittelt. Konkret werden Grundlagen in Chemie, Physik, Mathematik, Statistik, Biologie der Pflanzen und Tiere, Pflanzen- und Tierproduktion, Landtechnik sowie Bodenkunde und Agrikulturchemie und Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, Buchführung, Agrarmarketing und Agrarpolitik, Betriebsplanung und Ökonomik der Pflanzenproduktion vermittelt.

Ab dem 4. Semester erfolgt mit der Wahl einer der Vertiefungsrichtungen “Agrarmanagement” oder “Landwirtschaft” die individuelle Profilbildung. Die Vertiefung Agrarmanagement befasst sich hauptsächlich mit den ökonomischen und wirtschaftlichen Aspekten der Landwirtschaft. Alternativ kann in der Vertiefung “Landwirtschaft” auch der Schwerpunkt “Intensivkulturen” gewählt werden. In diesem Fall werden ausgewählte Module des Studiengangs “Gartenbau” der Hochschule RheinMain oder des Studiengangs “Weinbau und Oenologie” in Neustadt belegt.

Wer nach dem Bachelorabschluss noch nicht direkt in den Beruf einsteigen möchte, kann sich an der TH Bingen in dem Masterstudiengang Landwirtschaft und Umwelt wissenschaftlich weiterqualifizieren.

Karriereaussichten

Absolventen der Agrarwirtschaften leiten später landwirtschaftliche Betriebe, Institutionen der Standesvertretung, z. B. Bauernverbände, Landwirtschaftskammern, arbeiten in der Fachpresse, als Beratungsdienstleister, z. B. in Beratungsringen oder in der Forschung und Entwicklung in staatlichen Institutionen und in Industrieunternehmen. Zudem sind einige von ihnen in Fachbehörden und Finanzverwaltungen, außerdem  in der Betriebsmittelindustrie.


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