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ERGOTOPIA bewegt: Büroarbeit neu denken

GASTBEITRAG | Viele wollen Bewegung im Büro – wenige setzen es um. Die ERGOTOPIA-Studie zeigt, wie Arbeitgeber*innen und Beschäftigte mehr dafür tun können.

GASTBEITRAG | Viele wollen Bewegung im Büro – wenige setzen es um. Die ERGOTOPIA-Studie zeigt, wie Arbeitgeber*innen und Beschäftigte mehr dafür tun können.

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10.07.2025, ein Beitrag von: Louisa Becker - Bild: ERGOTOPIA

Arbeit in Bewegung

Rückenschmerzen, kaum Pausen, Homeoffice ohne Bewegung: Die ERGOTOPIA-Studie deckt auf, warum du dich bei der Arbeit so wenig bewegst – und welche Berufe es besser machen. Erfahre, was wirklich hilft, um mehr Bewegung in deinen Arbeitstag zu bringen. Du wirst sehen: Schon kleine Änderungen können Rückenschmerzen lindern und deine Produktivität steigern. Hol dir hier die besten Tipps für mehr Bewegung im Büro!

ERGOTOPIA Studie: Über 500 Berufstätige sprechen über Bewegung am Arbeitsplatz

Wir verbringen rund ein Drittel unseres Lebens mit Arbeit – doch wie viel bewegen wir uns dabei wirklich? Eine aktuelle Umfrage von ERGOTOPIA unter 546 deutschsprachigen Berufstätigen zeigt: Bewegung wird zwar als wichtig erkannt, findet im Arbeitsalltag jedoch kaum statt.

„Bewegung ist der Schlüssel zu langfristiger Gesundheit, verbessertem Wohlbefinden und mehr Erfolg.“

- Markus Zordel, Sportwissenschaftler

Wenig Bewegung – trotz besseren Wissens

Obwohl 54 % der Befragten überzeugt sind, dass Bewegung ihre Produktivität steigert, machen 21 % weniger als 30 Minuten Pause am Tag. Besonders betroffen: Beschäftigte im Homeoffice. 66 % arbeiten regelmäßig von zu Hause – doch nur rund ein Drittel integriert Bewegungspausen in den Tag. Jüngere Berufstätige sind dabei noch inaktiver als ältere.

Bewegung im Büro: oft keine Priorität

Rund 66,7 % der Büroangestellten geben an, derart vertieft zu arbeiten, dass sie das Aufstehen vergessen. Lediglich 18,7 % schaffen es, regelmäßige Bewegungspausen einzulegen. Wer im Homeoffice arbeitet, hat mehr Freiheiten – aber nutzt sie nicht konsequent.

Top-Berufe mit gesunder Bewegungsroutine

Zwei Erhebungsfaktoren prägen laut Studie eine gesunde Bewegungsroutine: Bewegungsfreiheit während der Arbeit und bewusste Bewegungspausen. Besonders gut schneiden dabei ab:

  • Psychotherapeuten

  • Logistik-Koordinatoren

  • Kaufmännische Angestellte im Einkauf

  • Kindheitspädagog*innen

Bewegung nach Altersgruppen

Die Bewegungsroutine unterscheidet sich deutlich je nach Alter. Besonders aktiv sind die Gruppen 18–24 (53,8 %) und 65–74 (58,8 %). Die 35- bis 44-Jährigen schneiden mit nur 39,4 % am schlechtesten ab.

Schmerzen durch Bewegungsmangel

63 % der Befragten leiden an Rückenschmerzen – besonders Frauen (64,3 %). Auch Nackenverspannungen, Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme sind weit verbreitet. Die betroffenen Altersgruppen zeigen durchweg schlechtere Bewegungsroutinen.

„Chronische Schmerzen entstehen oft durch Bewegungsmangel – und werden durch Gewohnheit verstärkt. Regelmäßige Bewegung kann den Kreislauf durchbrechen.“

- Markus Zordel, Sportwissenschaftler

Regionale Unterschiede im Bewegungsverhalten

  • NRW: Höchster Anteil mit <30 Minuten Pause (23,9 %)

  • Bayern: Führt bei ergonomischer Ausstattung (38,7 %)

  • Hessen: Spitzenreiter beim Homeoffice-Mittagsschlaf (13,2 %)

  • Brandenburg & BaWü: Wenig Bewegung trotz Homeoffice

Ergonomie: gesetzlich vorgeschrieben, selten umgesetzt

59,7 % der Befragten arbeiten ohne ergonomische Büromöbel – obwohl Arbeitgeber laut Arbeitsstättenverordnung und Arbeitsschutzgesetz dazu verpflichtet sind. Besonders Bildschirmarbeitsplätze müssen bestimmte Standards erfüllen: blendfreies Licht, wechselnde Körperhaltungen, ergonomische Möbel.

Trotzdem glauben 28 % der Befragten, es gäbe keine klaren gesetzlichen Vorschriften dazu. 82 % halten ergonomische Möbel für sinnvoll – sehen aber finanzielle Hürden bei der Anschaffung.

Bewegung und mentale Gesundheit gehen Hand in Hand

41,9 % wünschen sich von Arbeitgebern nicht nur körperliche, sondern auch mentale Unterstützung. 59,5 % empfinden das aktuelle Engagement ihrer Arbeitgeber für ihr Wohlbefinden als unzureichend.

Fazit: Bewegung ist Teamarbeit

Regelmäßige Bewegung fördert Gesundheit, Leistungsfähigkeit und mentale Ausgeglichenheit. Arbeitgeber sollten Bewegung aktiv unterstützen – etwa durch Bonusprogramme, flexible Pausenregelungen oder ergonomische Arbeitsplätze. Gleichzeitig ist jede*r Einzelne gefragt, Bewegung in den Alltag zu integrieren.

„Prävention ist keine Reaktion – sondern eine Haltung. Bewegung beginnt nicht irgendwann, sondern genau jetzt.“

- Markus Zordel, Sportwissenschaftler

7 Tipps für mehr Bewegung im Arbeitsalltag

  1. Alle 30 Minuten aufstehen

  2. Schreibtisch ergonomisch einstellen

  3. Spaziergänge in der Mittagspause

  4. Abwechselnd sitzen und stehen

  5. Dehnübungen am Arbeitsplatz

  6. Bewegung vor Meetings einbauen

  7. Telefonate im Gehen führen

 

Kontakt

Ergotopia GmbH
Richard Rupp
Pfnorstraße 10
64293 Darmstadt

Telefon: 06262 / 8542977

https://www.ergotopia.de/

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