Zukunft Personal 2016 Europas größte Fachmesse für Personalmanagement
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Zukunft Personal 2016 - Europas größte Fachmesse für Personalmanagement

Die diesjährigen Fokus-Themen sind Digitalisierung und innovative Arbeitskultur. Weiterhin wird erstmals der HR Innovation Award für innovative Produkte & Dienstleistungen verliehen.

Die diesjährigen Fokus-Themen sind Digitalisierung und innovative Arbeitskultur. Weiterhin wird erstmals der HR Innovation Award für innovative Produkte & Dienstleistungen verliehen.

10.10.2016 - Bildquelle:

JOBVERDE: Herr Hocke, vom 18.-20.10.2016 findet in Köln die „Zukunft Personal“ statt.  Warum gehört diese Fachmesse für Personalmanagement zu den relevantesten und innovativsten in Europa?

RALF HOCKE (Geschäftsführer von spring Messe Management): Es ist zum einen die größte europäische Messe rund um Themen der Arbeitswelt. Wir bespielen vier Hallen der Koelnmesse mit mehr als 730 Ausstellern. Dazu erwarten wir mehr als 16.000 Besucher an den drei Messetagen. Wir vergeben erstmals den HR Innovation Award für neue Produkte und Dienstleistungen in vier Kategorien. Dafür haben sich mehr als 100 Unternehmen beworben – Aussteller und Nicht-Aussteller. Es ist ein sensationeller Erfolg, dass so viele Innovationen ins Rennen gehen. Außerdem haben wir einen stark wachsenden Start-up-Bereich mit mehr als 40 Gründern. 

Ihr diesjähriges Motto lautet: „Arbeiten 4.0 – The Employee Experience“. Welche Leitidee steckt dahinter, können sie vielleicht ein konkretes Praxisbeispiel zur Veranschaulichung geben?

Wir sind überzeugt, dass mit der Digitalisierung die Mitarbeiter zunehmend zum entscheidenden Erfolgsfaktor von Unternehmen werden. Roboter, Algorithmen und künstliche Intelligenz können zwar viele Aufgaben übernehmen, aber gleichzeitig entstehen neue Jobs, für die vor allem Soft Skills und Kommunikationsfähigkeiten von Menschen gefragt sind. Dafür braucht es hochqualifizierte Mitarbeiter und passende Arbeitsbedingungen. Deshalb ist die Summe der Erlebnisse, die Beschäftigte an ihrem Arbeitsplatz machen, entscheidend dafür, ob ein Unternehmen in Zukunft gute Mitarbeiter findet und an sich binden kann – und sich so am Markt behauptet.

Wer als Mitarbeiter zum Beispiel Beruf und Familie nicht verbinden kann, weil der Arbeitgeber an starren Arbeitszeiten festhält, erlebt dies als zusätzlichen Stress. Wer immer mehr Technik bedienen soll, die aber nicht richtig funktioniert, wird nicht begeistert sein von der Digitalisierung. Oder wer Chefs hat, die ständig fordern, aber nicht fördern, fühlt sich allein gelassen. Es gilt, möglichst viele Momente im Arbeitsleben der Mitarbeiter positiv zu gestalten. Dazu möchten wir Anregungen geben.

Für wen lohnt sich eine Teilnahme als Aussteller oder ein Besuch?

Als Aussteller sind alle Unternehmen willkommen, die Unternehmen in Personalfragen unterstützen – wie etwa Jobbörsen, Personalberater, Weiterbildungsanbieter oder Software-Hersteller. Zu den Besuchern gehören neben Führungskräften, Geschäftsführern, Personalentwicklern und Mitarbeitern von Personalabteilungen alle Unternehmensvertreter, die in ihren Betrieben die Arbeit von morgen mitgestalten.

Sie sprechen von innovativen Messeformaten, welche sind das?

Auf der Messe geht es nicht nur inhaltlich um die Digitalisierung der Arbeitswelt. Besucher können neue Kommunikationsformen, die im Zuge der Digitalisierung entstehen, auch in den Programmformaten erproben. Wir haben zum Beispiel das FutureLAB HR, bei dem die Teilnehmer in einem interaktiven Workshop über eine Vernetzungssoftware miteinander brainstormen und Ideen gewichten. Neu ist in diesem Jahr die sogenannte Plaza für Mitmachformate wie einen Fishbowl, Business-Theater oder aktivierende Trainingselemente. Beim Founders Fight wiederum treten zwei Gründer in einem Art Pitch gegeneinander an, stellen ihre Erfindungen vor und müssen sie gegen Einwände verteidigen.  

Welches werden die diesjährigen Themenschwerpunkte sein?

Die Messe bietet sowohl durch die vielen Aussteller als auch mit einem Programm auf fünfzehn Bühnen die gesamte Bandbreite der Arbeitswelt ab. Dabei dominieren in diesem Jahr wie gesagt das Thema Arbeiten 4.0 und die digitale Transformation. Besucher erhalten viele Informationen darüber, wie sie schon heute mithilfe von Algorithmen die Personalsuche und Personalauswahl vereinfachen können – Stichwort „Robot Recruiting“. Vielfach geht es darum, wie eine neue Kultur in Zeiten der Digitalisierung aussehen muss und wie Unternehmen sich auf die Reise nach „New Work“ machen können, zum Beispiel mit neuen Arbeitsformen wie Crowdworking, agilen Managementmethoden oder Hierarchieabbau. Dazu gibt es vor allem am dritten Messetag verschiedene Best-Practice-Panels, zum Beispiel aus dem Umfeld des Arbeitgeberwettbewerbs Great Place to Work und dem Filmprojekt AUGENHÖHE.   

Eine der diesjährigen Speaker ist Judith Williams, eine erfolgreiche Unternehmerin und aktuell bekannt aus der TV-Gründershow „Die Höhle der Löwen". Welche Impulse kann sie im Bereich HR liefern?

Judith Williams war eigentlich Opernsängerin und hat durch eine Krankheit bzw. durch die Behandlung ihre Stimme verloren. Sie musste sich eine neue Existenz aufbauen und ist durch Zufall auf ihr Verkaufstalent und so zum Teleshopping gekommen. Heute vertreibt sie über die Teleshopping-Sender HSE24 in Deutschland und QVC in Großbritannien ihre eigenen Kosmetikprodukte und erwirtschaftet einen Jahresumsatz im dreistelligen Millionenbereich. Von ihr kann man schon allein aus ihrer Geschichte lernen, wie man sich in schwierigen Situationen motiviert. Als Unternehmerin führt sie zudem mehr als 100 Mitarbeiter – und ist dabei ein gutes Vorbild für viele Geschäftsführer und Führungskräfte.

Welche Speaker haben Sie sonst noch eingeladen, können Sie ein paar Beispiele nennen?

Zu den Referenten gehören zum Beispiel der Inklusions-Aktivist und Gründer der Sozialhelden Raúl Krauthausen, der Künstler, Unternehmer und Ausdauersportler Joey Kelly oder der Moderator und Comedian Klaus-Jürgen (Knacki) Deuser. Aber wir haben auch einige Top-Speaker dabei, deren Namen vielleicht weniger bekannt sind, die aber mit ihren spannenden Themen punkten: Zum Beispiel Schlafforscherin Prof. Vicki Culpin, die über den Zusammenhang von gutem Schlaf und Arbeitsleistung forscht, oder Prof. Dr. Fritz Breithaupt von Indiana University Bloomington (USA), der über die Zukunft der Weiterbildung und dem Computer als Lernpartner kürzlich in der ZEIT einen vielbeachteten Artikel veröffentlich hat. Spannend finde ich auch Doris Aschenbrenner, Diplominformatikerin mit dem Schwerpunkt Robotik, die als weiblicher „Nerd“ und netzpolitische Sprecherin der Bayern SPD den Besuchern neue Einblicke in die Zukunft der Arbeitswelt gibt.

Sie verleihen zum ersten Mal den „HR Innovation Award“, was steckt dahinter?

Mit dem HR Innovation Award möchten wir Innovationen im Personalmanagement mehr Sichtbarkeit und Transparenz verschaffen. Denn es gibt schon sehr viele Innovationen in dem Bereich, nur manchmal benötigen sie noch recht lange, bis sie sich auf dem Markt durchsetzen. Das möchten wir als Messeveranstalter ändern – mit Dingen wie dem Start-up Village oder eben dem HR Innovation Award. Eine hochkarätige Jury hat aus den mehr als 100 Einreichungen die Sieger in den vier Kategorien Software und Hardware, Dienstleistung und Recruiting, Weiterbildung und E-Learning und der Sonderkategorie Start-up gekürt. In der offiziellen Eröffnungsfeier der Messe Zukunft Personal am 18.10. ab 10 Uhr werden dann die Gewinner bekannt gegeben – eingerahmt durch Impulsvorträge namhafter Referenten wie Frank Riemensperger, Bitkom Hauptvorstand und Vorsitzender der Geschäftsführung Accenture, und Anette Kramme, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales.

Hat sich ihr Messekonzept verändert oder weiterentwickelt? Was schätzen ihre Besucher am meisten?

Die Besucher schätzen an der Zukunft Personal vor allem, dass das Programm auf Kongressniveau direkt in die Ausstellungsfläche integriert ist. Oft muss man sich bei großen Messen entscheiden, ob man lieber die Angebote der Dienstleister kennen lernen möchten oder den Referenten lauscht. Bei uns ist beides ohne große Laufwege möglich. Weil wir ein so umfassendes Programm haben, ist dieses nun erstmals auf die Themen der jeweiligen Halle zugeschnitten und in Trendforen, die Kongressbühnen, und Solution Stages, der Plattformen für Aussteller und Partner, unterteilt. Eine herausragende Neuheit ist die Sonderfläche „Arbeitswelten.HR | Design by HCD“, die das Top-Thema „Arbeiten 4.0 – The Employee Experience“ konkret veranschaulicht: In dieser Arbeitswelt der Zukunft werden auf mehr als 500 Quadratmetern moderne Bürolandschaften und Begegnungsräume erlebbar. Besucher haben die Möglichkeit, Meeting Solutions, Angebote für Beruf und Familie sowie Lösungen für Weiterbildung, Spaß und Erholung direkt auszuprobieren.

Auf der „Zukunft Personal“ darf sogar gefeiert werden, heißt es. Welche Events und Netzwerkveranstaltungen bieten Sie an?

Ja, selbstverständlich gehört auch das Feiern dazu! Der Abend des ersten Messetages steigt der Ausstellerabend im Tanzbrunnen. Am zweiten Tag gibt es gleich mehrere Events: Das geht los mit dem Start-up Brunch in der Blogger Lounge von 10 bis 12 Uhr. Später sind dann alle Besucher kurz vor Messeschluss zur E-Learning-Party im Forum Corporate Learning & Working eingeladen und am Abend trifft man sich beim HR SKYdinner mit Verleihung des Deutschen Personalwirtschaftspreises in die 28. Etage des KölnSKY mit einem atemberaubenden Blick auf die Stadt.

Vielen Dank



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