Windkraftanlagen finanzieren Kommunen neue Kitas
Innovative Arbeitgeber im Fokus

Windkraftanlagen finanzieren Kommunen neue Kitas

"ABO Wind braucht kluge, kreative und auch manchmal unbequeme Köpfe, um die Energiewende mitzugestalten", so Matthias Bockholt, Gründer und Vorstand der ABO Wind AG. Dank der Windkraftanlagen schreiben viele Kommunen schwarze Zahlen.

"ABO Wind braucht kluge, kreative und auch manchmal unbequeme Köpfe, um die Energiewende mitzugestalten", so Matthias Bockholt, Gründer und Vorstand der ABO Wind AG. Dank der Windkraftanlagen schreiben viele Kommunen schwarze Zahlen.

10.02.2017 - Bilder © ABO Wind

LifeVERDE: Arbeiten bei ABO WIND bedeutet?

Matthias Bockholt (Gründer und Vorstand der ABO Wind AG): ABO Windler arbeiten weltweit in einem familiären Umfeld an einer zukunftsfähigen Energieversorgung. Aus unseren Anfangstagen haben wir uns bewahrt, dass sich alle Mitarbeiter vom Vorstand bis zu den Praktikanten duzen. Die Projektentwicklung eines Windparks ist eine langwierige, oft nervenaufreibende Angelegenheit– da ist es wichtig, dass wir uns aufeinander verlassen können und an einem Strang ziehen. Das macht ABO Wind aus.

Wie würden Sie Ihre Arbeitgebermarke beschreiben?

ABO Wind setzt auf Fairness, Transparenz und Verlässlichkeit, sowohl gegenüber unseren Kunden und Geschäftspartnern als auch gegenüber der eigenen Belegschaft. Viele Mitarbeiter sind schon seit frühesten ABO Wind-Tagen dabei und haben ihre gesamte berufliche Laufbahn bei uns verbracht. Das macht uns stolz. Und immer wieder kommen ehemalige Kollegen zu ABO Wind zurück, nachdem sie einige Jahre in anderen Unternehmen gearbeitet haben.

Immer mehr Menschen suchen einen Job mit Sinn, also eine Arbeit mit der sie etwas bewegen können, der Gesellschaft etwas Gutes tun oder einfach einen positiven Beitrag leisten. In welchem Rahmen können Sie diese Wünsche erfüllen?

Diesen Wunsch können wir allen Bewerbern erfüllen, die sich für die Energiewende und den Klimaschutz einsetzen wollen. Unsere 600 errichteten Windkraftanlagen ersparen der Umwelt den Ausstoß von mehr als zwei Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Neben diesen eher abstrakten Zahlen sehen die Mitarbeiter aber auch ganz direkt, was ihre Arbeit bewirkt: Viele Kommunen schreiben dank unserer Windkraftanlagen schwarze Zahlen und laden uns zum Beispiel zur Eröffnung einer neuen Kita ein, die sie mit den Einnahmen aus den Anlagen finanzieren konnten.

Das nächste Großthema der aktuellen jungen Generation ist die Work-Life-Balance. Welche Möglichkeiten stellen Sie bereit, damit der Beruf und das Privatleben zusammen gut funktionieren?

Grundsätzlich setzen wir bei ABO Wind auf Vertrauensarbeitszeit. Ein Großteil unserer Kollegen hat eine eigene Familie. Daher versuchen wir für alle Mitarbeiter eine Lösung zu finden, die eine gute Work-Life-Balance ermöglicht. Wenn es mal brennt, sind die Kinder unserer Mitarbeiter auch gern gesehene Besucher im Büro.

Die Diskrepanz zwischen den Wünschen der Arbeitnehmer an einen Job und den Erwartungen der Arbeitgeber an die Mitarbeiter ist in Deutschland weiterhin groß. Vielerorts herrscht immer noch die Denke vor, der Angestellte hat zu leisten und keine Wünsche zu äußern. Warum ist das bei Ihnen nicht so?

Weil sich ein Unternehmen damit keinen Gefallen tut. ABO Wind braucht kluge, kreative und auch manchmal unbequeme Köpfe, um die Energiewende mitzugestalten. Wer seinen Mitarbeitern keinen Freiraum lässt, bremst sie aus und steht damit auch der Entwicklung des eigenen Unternehmens im Weg. Unsere Branche ist klein, die Bedingungen bei den einzelnen Unternehmen sprechen sich schnell herum. Wir tun gut daran, unsere Mitarbeiter so zu behandeln, dass sie bleiben wollen und dass gute Bewerber bei uns anfangen möchten. 

Amerikanische Großunternehmen wie Google haben Büro-Konzepte entworfen, die es so vorher nicht gab. Die Büros erinnern von ihrer Optik eher an einen Spielgarten als an ein typisch deutsches Büro. Wie würden Sie Ihr Büro-Konzept beschreiben?

Unser Hauptsitz in Wiesbaden liegt direkt am Waldrand, vor den Toren des Taunus. Unser zweitgrößter Standort Heidesheim bei Mainz wurde beim rheinland-pfälzischen Tag der Architektur 2016 ausgezeichnet. In beiden Büros lässt es sich also sehr gut aushalten. Wir setzen auf Einzel- und Zweierbüros in warmen Farben und viel Holz. In fast jedem Flur gibt es einen Aufenthaltsraum mit Küche.

Welche Maßnahmen wirken sich Ihrer Erfahrung nach positiv auf die Arbeitszufriedenheit und die Produktivität der Mitarbeiter aus?

Wichtig ist ein regelmäßiger Austausch zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten, so dass Probleme erkannt und beseitigt werden können. In unseren Personalgesprächen ermutigen wir unsere Mitarbeiter, immer wieder über ihre Rolle im Team und im Unternehmen nachzudenken. Alle Kollegen sollen außerdem an der Unternehmensstrategie mitarbeiten: Dazu finden sich regelmäßig alle Mitarbeiter zum mehrtägigen „Global Meeting“ mit zahlreichen Seminaren und Workshops zusammen. Auch unsere Unternehmenskultur ist uns wichtig: Wir singen ein Ständchen für jedes Geburtstagskind, treiben Sport und kochen mittags gemeinsam.

Was denken Sie, wie sieht der Arbeitsalltag bei Ihnen im Unternehmen in 10 Jahren aus?

Natürlich möchten wir unser Kerngeschäft, die Projektentwicklung von Windparks an Land, auch in zehn Jahren noch erfolgreich betreiben. Aktuell verstärken wir aber auch unser Engagement in der Solarenergie, vor allem im Ausland.

Auch die Stromspeicherung wird immer wichtiger, steckt allerdings noch in den Kinderschuhen: Hier haben wir bisher nur eine kleine Abteilung, auch diese könnte in zehn Jahren deutlich größer sein. Wie sich die Windbranche und damit unser Arbeitsalltag mit dem neuen Ausschreibungssystem verändern wird, bleibt abzuwarten. Dank unserer hervorragenden Belegschaft sind wir aber sicher, dass ABO Wind auch in zehn Jahren mit genau so viel Elan an der Energiewende arbeiten wird.



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