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Was macht ein Forstwirt?

Du hast vom Berufsbild Forstwirt gehört und fragst dich, was man da eigentlich macht, was man dafür können muss und was man verdienen kann? Dann bist du hier genau richtig.


 

Du hast vom Berufsbild Forstwirt gehört und fragst dich, was man da eigentlich macht, was man dafür können muss und was man verdienen kann? Dann bist du hier genau richtig.


 

04.10.2022 | Ein Beitrag von Sandra Gehle und Luisa Bremer

Was macht ein Forstwirt?

Forstwirt*innen haben die Verantwortung für den Erhalt der Wälder und Landschaften. Im Zentrum ihrer Arbeit steht der Wald als Lebens- und Erholungsraum. Viele denken bei Forstwirtschaft zuerst an Waldarbeiter*innen, die Baumbestände abholzen. In der Realität sieht die Arbeit von Forstwirt*innen jedoch ganz anders aus: Die Holzwirtschaft ist oft die größte Einnahmequelle für den Betrieb, dennoch sind die Haupttätigkeiten von Forstwirt*innen die Aufforstung, der Naturschutz sowie die Landschaftspflege.

Im Bereich der Aufforstung sammeln Forstwirt*innen Samen oder Tannenzapfen, ziehen Setzlinge und pflanzen sie ein. Da Wälder empfindliche Ökosysteme darstellen, ist es außerdem wichtig, sie beispielsweise vor Schädlingsbefall, übermäßigen Schadstoffen sowie “knabberndem Wild” zu schützen, um das natürliche Gleichgewicht zu bewahren. Neben den Pflanzen müssen dort ebenfalls Gewässer und Moore geschützt und gepflegt werden. Auch dies fällt in den Aufgabenbereich von Forstwirt*innen. Ebenso wie der Schutz der Pflanzen gilt es übrigens auch, den Tierbestand im Ökosystem zu schützen. Naturschutzgebiete sind schließlich nicht nur Erholungsorte für Menschen, sondern sollen in erster Linie auch (bedrohten) Tieren einen sicheren Rückzugsort bieten und müssen dementsprechend gestaltet werden. Zu den Tätigkeiten von Forstwirt*innen gehören weiterhin das Anlegen von (Wander-)Wegen durch den Wald, die Installation von Bänken und Erholungszonen sowie das Errichten von Hochständen. 

Unternehmen, bei denen Forstwirt*innen arbeiten, sind beispielsweise: 

  • Forstbetriebe

  • forstwirtschaftliche Dienstleister

  • Forstämter und -verwaltungen (Bund, Länder und Gemeinden)

  • Landschaftsbau- und Baumpflegebetriebe

Qualifikation und Ausbildung bzw. welche Voraussetzungen benötigt man als Forstwirt?

Um im Berufsfeld Forstwirtschaft arbeiten zu können, brauchst du zunächst einen Hauptschulabschluss. Dieser qualifiziert dich für die Ausbildung als Forstwirt*in. Während der dreijährigen Ausbildung, die auch als duale Ausbildung gestaltet werden kann, beschäftigst du dich mit Inhalten wie Waldbegründung, Naturverjüngung, Biotoppflege und Holzernte. Du erlernst den Umgang mit dem Arbeitswerkzeug (wie der Motorsäge oder dem Freischneider), mit den einzelnen Pflanzen und wie du den Naturraum Wald schützen kannst. 

Was ist das Durchschnittsgehalt eines Forstwirts?

Forstwirt*innen können zwischen 2.928 und 3.852 € brutto im Monat verdienen, ein durchschnittliches Brutto-Monatsgehalt liegt bei 3.358 €.
(Quelle: https://www.gehalt.de/beruf/forstwirt)

Welche Soft Skills sind hilfreich?

Auch wenn körperliche Fitness und Belastbarkeit der Forstwirte immer noch wichtig sind, übernehmen heute Maschinen einen Teil der Arbeit. Das setzt technisches Know-How und handwerkliches Geschick voraus. Ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein ist dabei besonders wichtig, da der Job auch Gefahren mit sich bringt, sei es durch die Arbeit mit Motorsägen oder durch die Bewegung in unebenem Gelände. Meist wird in kleinen Gruppen gearbeitet, was zusätzlich erfordert, sich aufeinander verlassen zu können und flexibel zusammen zu arbeiten. Weiterhin sind für die Holzfällarbeiten im Wald Fähigkeiten der Koordination, Organisation und Strukturierung von Vorteil. Für das Bewegen der verschiedenen Fahrzeuge im Wald ist außerdem eine Berechtigung der Fahrerlaubnisklasse L bzw. für land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen erforderlich. 

Welche Studien- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Nach mindestens drei Jahren als Forstwirt*in hast du dann die Möglichkeit, eine Weiterbildung zum bzw. zur Forstwirtschaftsmeister*in zu machen. Dazu ist ein Vorbereitungslehrgang sowie eine daran anschließende Prüfung notwendig. Weitere Richtungen, die man nach der Ausbildung einschlagen kann, sind z.B. eine Weiterbildung als Forsttechniker*in, Forstmaschinenführer*in oder Natur- und Landschaftspfleger*in. Falls du die Ausbildung nach einem abgeschlossenen Abitur begonnen hast, kannst du an vielen Hochschulstandorten in Deutschland ein Studium der Forstwirtschaft bzw. -wissenschaft beginnen. Wenn du dir vorstellen kannst, langfristig den Weg in die Selbstständigkeit zu wagen und dein eigener Herr zu werden, ist auch das möglich. So kannst du beispielsweise eine eigene Baumschule oder auch ein Forstunternehmen aufbauen und leiten. 

Fazit

Gerade im Kampf gegen den Klimawandel kommt unseren Wäldern ein wichtiger Anteil zu, denn sie helfen uns dabei, Treibhausgase zu binden und unser Leben lebenswerter und sauberer zu gestalten. Wenn du deinen Beitrag für unsere Umwelt und für den Schutz unserer Wälder leisten möchtest, dich gerne in der Natur aufhälst und körperlich arbeiten möchtest, ist der Job eines bzw. einer Forstwirt*in perfekt für dich. 

Dieser Beitrag wurde am 04.10.2022 aktualisiert und erstveröffentlicht am 06.10.2017. 

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Wenn du dich für Informationen über einzelne Berufsbilder interessiert, schau doch mal in diese Beiträge rein: 

Was macht eine Elektroingenieurin? 

Was macht eine Pflanzentechnologin?

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