Suche
Innovator*innen

Was macht ein Umweltingenieur?

Die Bedürfnisse von Mensch, Tier und Umwelt unter einen Hut bringen – diesen Spagat meistern Umweltingenieur*innen. Alle Infos zu Verdienstmöglichkeiten, Voraussetzungen und Chancen auf dem Arbeitsmarkt erfährst du hier.

Die Bedürfnisse von Mensch, Tier und Umwelt unter einen Hut bringen – diesen Spagat meistern Umweltingenieur*innen. Alle Infos zu Verdienstmöglichkeiten, Voraussetzungen und Chancen auf dem Arbeitsmarkt erfährst du hier.

05.10.2022 | Ein Beitrag von Hanna Lohoff und Eva Moschin

 

Was macht ein Umweltingenieur?

Umweltingenieur*innen kommen in den verschiedensten Bereichen zum Einsatz: In der Industrie, in der Verwaltung, bei öffentlichen Behörden oder bei Umweltschutz-Institutionen. Das Themenfeld sowie die Betätigungsfelder sind vielfältig und sehr komplex. Im Grunde sind Umweltingenieur*innen dafür verantwortlich, die bestmöglichen Lebensbedingungen für Mensch, Tier und Natur zu schaffen und zu erhalten. Die Herausforderung dabei ist, all diese Ansprüche und Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen. Es kommen Techniken zur Reduzierung von Emissionen sowie zum Lärmschutz zum Einsatz. Bei verschiedenen Projekten oder politischen Vorhaben stehen Umweltingenieur*innen beratend und als Gutachter*innen zur Seite. Überall dort, wo es um Fragen zum Umweltschutz geht, ist ihre Expertise gefragt. Ein großer Sektor ist dabei auch das Facility Management, in welchem Umweltingenieur*innen sich um das nachhaltige Energiemanagement kümmern sowie das Abfallsystem nachhaltig gestalten können. Dabei können sie sowohl in der Industrie als auch bei öffentlichen oder privaten Bauträgern arbeiten.

Mögliche Branchen:

Umweltwissenschaft
Abfallwirtschaft
Erneuerbare Energien
Energiemanagement
Wassertechnik

Welche Voraussetzungen benötigt man als Umweltingenieur?

Voraussetzung für die Ausübung der beruflichen Tätigkeit ist ein abgeschlossenes Studium der Umweltingenieurwissenschaften. Dieses kann an einer Universität oder Fachhochschule absolviert werden und wird mit dem Bachelor/Master of Science oder Bachelor/Master of Engineering abgeschlossen. Der Studiengang kann auch dual studiert werden, um von Anfang an einen praktischen Einblick in den Berufsalltag zu bekommen. Teilweise ist das Studium mit einem Numerus Clausus belegt und erfordert somit einen bestimmten Abiturschnitt.
Das naturwissenschaftliche Studium hat eine Regelstudienzeit von sieben Semestern und unterteilt sich in Grund- und Hauptstudium. Hauptsächlich werden naturwissenschaftliche, technische sowie ingenieurwissenschaftliche Kenntnisse vermittelt. Die Bereiche konzentrieren sich dabei im Grundstudium auf Zusammenhänge aus Physik, Chemie, Biologie und Mathematik. In einem weiterführenden Studium, wie dem Master of Science, ist es für angehende Ingenieur*innen bereits möglich, sich je nach Vorliebe und universitärem Schwerpunkt auf einen Fachbereich zu spezialisieren.

Was verdient ein Umweltingenieur?

Der Verdienst von Umweltingenieur*innen liegt zwischen 3.964 € und 4.830 € brutto monatlich und durchschnittlich bei 4.376 € brutto im Monat bei einer Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche. (Quelle: https://www.gehalt.de/beruf/umweltingenieur-umweltingenieurin)

Welche Soft Skills sind hilfreich?

Ingenieur*innen sollten gute analytische Fähigkeiten mitbringen, um richtig abschätzen zu können, welche Auswirkungen einzelne Projekte auf Mensch, Tier und Umwelt haben. Zudem helfen Vorstellungskraft und Kreativität, wenn es um die Umsetzung der Projekte geht. Da Umweltingenieur*innen zudem oft in führender oder beratender Funktion tätig sind, sollten sie Kommunikationsstärke, Durchsetzungsvermögen und Kooperationsbereitschaft mitbringen. Darüber hinaus ist Neugierde und fachliches Interesse hilfreich für die Konstruktion und Durchführung neuer nachhaltiger Prozesse.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten für Umweltingenieure gibt es?

Gerade in dem thematisch breiten Feld der Umweltwissenschaften ist eine Spezialisierung oder eine Weiterbildung eine Möglichkeit, seine beruflichen Chancen zu erhöhen. Damit sollte man im besten Fall bereits im Masterstudium beginnen und sich auch im späteren Beruf stets auf dem Laufenden halten und fortbilden. Da sich für Umweltingenieur*innen auch im Ausland vielfältige Jobmöglichkeiten bieten, ist es für Studierende und Berufseinsteiger*innen sinnvoll, ihre Sprachkenntnisse auszubauen. Im Allgemeinen ist es für Umweltingenieur*innen sinnvoll, sich auf eine der genannten Branchen zu spezialisieren. Auch in chemischen Unternehmen oder im medizinischen Bereich gibt es hier diverse Möglichkeiten für Absolvent*innen.

Fazit: Mit Umweltingenieurwissenschaften zur begehrten Fachkraft werden

Die Nachfrage nach Ingenieur*innen ist sehr hoch. Verbunden mit dem immer wichtiger werdenden Thema der Nachhaltigkeit gibt es für Umweltingenieur*innen eine große Anzahl an möglichen Arbeitsbereichen und offenen Stellen. Da der Bedarf an Fachkräften wächst, stellt das Umweltingenieurwesen einen sicheren und zukunftsfähigen Job in Aussicht. Das anspruchsvolle Studium lohnt sich also allemal und führt zu einer nachhaltigen Tätigkeit mit Sinn.

 

Der Beitrag wurde am 05.10.2022 aktualisiert und erstveröffentlicht am 11.07.2017.

_________________________________

Wenn du dich über weitere Berufe im Bereich der erneuerbaren Energien informieren möchtest, könnten dich diese Beiträge interessieren:

Was macht ein Forstwirt?

Was macht eine Elektroingenieurin?

Karriere in den ernauerbaren Energien

Du bist auf der Suche nach einem Job mit SINN? Dann schau bei unserem grünen Stellenportal vorbei.

 



Kommentare

Keine Kommentare vorhanden.

Kommentar erstellen
Name *
E-Mail *
URL
Kommentar *
Hiermit erkläre ich mich damit einverstanden, dass die abgesendeten Daten nur zum Zweck der Bearbeitung meines Anliegens verarbeitet werden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Grüne JOBS

Premium Partner