Grüne Karrieristen im Portrait: Wiebke Unger von ProVeg
Kandidaten und Querdenker

Grüne Karrieristen im Portrait: Wiebke Unger von ProVeg

Wiebke Unger ist Pressereferentin bei ProVeg (ehemas VEBU). Die Arbeit in einem jungen Team und das persönliche Anliegen, den pflanzlichen Lebensstil zu förden, lassen sie jeden Tag mit Freude ihrer Tätigkeit nachgehen - auch wenn NGO-bedingt die Ressourcen begrenzt sind.

Wiebke Unger ist Pressereferentin bei ProVeg (ehemas VEBU). Die Arbeit in einem jungen Team und das persönliche Anliegen, den pflanzlichen Lebensstil zu förden, lassen sie jeden Tag mit Freude ihrer Tätigkeit nachgehen - auch wenn NGO-bedingt die Ressourcen begrenzt sind.

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14.09.2017 - das Interview führte Hannah Lohoff

Wie lang arbeitest du schon für ProVeg (ehemals VEBU) und was hat dir damals den Anstoß gegeben, dich dort zu bewerben?

Ich bin seit einem Jahr bei ProVeg (ehemals VEBU) als Pressereferentin fest angestellt. Davor habe ich einen neunmonatigen Bundesfreiwilligendienst in der Pressestelle absolviert. Ich habe mich 2015 beim VEBU beworben, weil mich die Arbeit in einer Nichtregierungsorganisation (NGO) gereizt hat und ich mehr über die pflanzliche Lebensweise erfahren wollte.

Hast du dich bewusst dafür entschieden, bei einer NGO zu arbeiten?

Nach Abschluss meines Studiums wollte ich wie viele Geisteswissenschaftlerinnen einer Tätigkeit nachgehen, die einem guten Zweck dient. Der NGO-Sektor ist dafür ein optimales Arbeitsfeld. Meine Erfahrung hat gezeigt: Es kann sehr hilfreich sein, wenn man vorher ein Praktikum oder einen Bundesfreilligendienst absolviert. Für viele frische Absolventen mag das keine Option sein, aber der Umweg lohnt sich.

Hast du vorher bereits bei anderen NGOs gearbeitet? Was denkst du, wie unterscheidet sich die Arbeit bei einer NGO im Vergleich zu anderen Jobs?

Ich habe vorher bereits praktische Erfahrungen in einer Urban Gardening Organisation in Südafrika gesammelt. Ich denke, der Unterschied zu anderen Jobs besteht vor allem darin, dass man täglich mit Kollegen zusammenarbeitet, die jede Menge Engagement und Motivation mitbringen. Wir sind zudem ein ausgesprochen junges Team. Das bringt den Vorteil mit sich, dass man schnell Verantwortung übernimmt und es auch ok ist, wenn mal Fehler passieren. Daraus lernen wir dann alle gemeinsam.

Welche Abstriche muss man unter Umständen machen, wenn man für eine NGO arbeitet? Gibt es besondere Herausforderungen zu meistern?

Da wir uns größtenteils über Spenden finanzieren, liegen unsere Gehälter schon deutlich niedriger als in der freien Wirtschaft. Und auch für das Arbeiten gilt: Die Ressourcen sind eigentlich immer etwas knapp. Unsere Arbeitszeiten können wir sehr flexibel gestalten. Wenn man sehr motiviert ist, kann es also auch mal vorkommen, dass man länger im Büro bleibt. Arbeitsstunden am Wochenende kommen vor, wenn wir auf Messen oder anderen Veranstaltungen unterwegs sind. ProVeg achtet aber sehr darauf, dass wir keine Überstunden sammeln und Wochenendeinsätze ausgleichen.

Inwiefern kannst du in deinem Job deine persönlichen moralischen Vorstellungen umsetzen und vertreten?

Meine persönlichen und moralischen Vorstellungen lassen sich mit meiner Arbeit bei ProVeg sehr gut vereinen. Das macht mir an der Arbeit am meisten Spaß. Wir ziehen alle an einem Strang, schließlich haben wir ein gemeinsames Ziel: die pflanzliche Lebensweise so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen.

Unsere aktuellen Stellenausschreibungen finden Interessierte hier: https://vebu.de/vebu/jobs/

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