Grüne Studiengänge im Portrait: Angewandte Umweltwissenschaften
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Grüne Studiengänge im Portrait: Angewandte Umweltwissenschaften

Das ZFUW der Universität Koblenz-Landau hat sich auf das Angebot von weiterbildenden Master-Fernstudiengängen spezialisiert. Im Studiengang „Angewandte Umweltwissenschaften“ erlernen Fach- und Führungskräfte im Umweltsektor eine fachübergreifende Sichtweise auf Umweltprobleme und umweltbezogene Fragestellungen.

Das ZFUW der Universität Koblenz-Landau hat sich auf das Angebot von weiterbildenden Master-Fernstudiengängen spezialisiert. Im Studiengang „Angewandte Umweltwissenschaften“ erlernen Fach- und Führungskräfte im Umweltsektor eine fachübergreifende Sichtweise auf Umweltprobleme und umweltbezogene Fragestellungen.

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16.11.2018 - Titelbild © goodluz/fotolia

JOBVERDE: Der weiterbildende Fernstudiengang Angewandte Umweltwissenschaften wurde vor zwei Jahren in einen Masterstudiengang umakkreditiert. Welche Inhalte werden vermittelt?

Dipl.-Biol. Norbert Juraske, Koordinator Bereich Umwelt, am ZFUW der Universität Koblenz-Landau: Der Weiterbildende Fernstudiengang „Angewandte Umweltwissenschaften“ vermittelt Fach- und Führungskräften im Umweltsektor eine interdisziplinäre Sichtweise auf Umweltprobleme und umweltbezogene Fragestellungen. Er dient dem Erwerb von vertieften Kenntnissen und Kompetenzen in umweltrelevanten naturwissenschaftlichen, technischen, rechtswissenschaftlichen und wirtschaftswissenschaftlichen Themenfeldern, die zu einem anwendungsorientierten Arbeiten im Umweltbereich befähigen.

Der Studiengang ist modular aufgebaut. Neun Module sind im Pflichtbereich zu belegen (drei Module pro Semester), und von dem sechs Module umfassenden Wahlpflichtbereich sind wiederum drei Module auszuwählen. Insgesamt sind somit zwölf Module zu absolvieren.

Das erste Semester widmet sich den Umweltnaturwissenschaften (Ökologie, Geowissenschaften, Umweltchemie), das zweite dem Umweltrecht und der Umweltpolitik. Im dritten Semester stehen die Module Raum- und Umweltplanung, Naturschutz und Gewässerschutz auf dem Programm. Im vierten Semester folgt der Wahlpflichtbereich mit einem Block Umwelttechnik oder Umweltmanagement/-kommunikation. Den Abschluss bildet im fünften Semester die Masterarbeit.


Bild: Universität Koblenz-Landau

Und in welchen Bereichen können die Absolventen anschließend arbeiten?

Der Umweltsektor hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor in Deutschland entwickelt. Dementsprechend bestehen für qualifiziertes Fachpersonal gute Aussichten auf eine Anstellung im Umweltbereich.

Das Studium qualifiziert für Beratungs-, Projektentwicklungs- und Leitungsaufgaben in den unterschiedlichsten Themenfeldern des Umweltsektors bei Behörden, Umwelt- und Fachverbänden, in Industrie, Gewerbe und Handel sowie Dienstleistungsfirmen, wie z. B. in

  • kommunalen Umweltbehörden, regionalen Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden sowie den Umweltverwaltungen des Bundes und der Länder,
  • Ingenieur- und Planungsbüros / Umwelt-Consultants,
  • der Entwicklung von Umweltschutztechnologien und umweltschonenden Produktionsverfahren,
  • Industrieunternehmen aller Art (Umweltmanagement, EHS-Management),
  • Versorgungsunternehmen,
  • Natur- und Umweltschutzverbänden sowie Berufs- und Fachverbänden,
  • der Umweltberatung und Umweltbildung,
  • Hochschulen und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen.

Warum sollte man sich generell für ein berufsbegleitendes Fernstudium am ZFUW Landau-Koblenz entscheiden? Was schätzen die Studierenden besonders?

Das ZFUW der Universität Koblenz-Landau hat sich auf das Angebot von weiterbildenden Master-Fernstudiengängen spezialisiert. Diese Konzentration dient dem Zweck, interessierten Personen mit einem ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss, die bereits im Berufsleben stehen oder die sich familiären Verpflichtungen widmen, eine akademische Weiterqualifizierung zu ermöglichen. Voraussetzung hierfür ist eine räumliche Unabhängigkeit („Studieren von zu Hause aus“) und eine weitgehend flexible Einteilung und individuelle Gestaltung von Lernzeiten. Diese Möglichkeiten bietet nur das Fernstudium. Darüber hinaus schätzen die Studierenden den persönlichen Kontakt und die gute Beratung durch die zuständigen Studienkoordinatoren/innen am ZFUW, worauf wir selbst großen Wert legen und als mittelgroßer Fernstudienanbieter auch gewährleisten können.

Welche Zulassung benötigt man und welchen Zeitaufwand muss man einplanen?

I.d.R. führt der Weg zu einem weiterbildenden Master-Fernstudiengang über einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss (Bachelor, Diplom, Magister oder Staatsexamen) und eine mindestens einjährige, einschlägige Berufserfahrung; dies sieht das deutsche Hochschulrecht für weiterbildende Masterstudiengänge – anders als für konsekutive – so vor. D.h. Berührungspunkte zu Umweltthemen müssen im beruflichen Kontext bereits vorhanden sein.


Bild: Universität Koblenz-Landau

Als Besonderheit haben in Rheinland-Pfalz auch Bewerber/innen ohne Hochschulabschluss (z. B. Techniker, Laboranten und Meister) die Möglichkeit, an weiterbildenden Masterstudiengängen teilzunehmen und einen Hochschulabschluss zu erlangen. Voraussetzungen hierfür sind eine abgeschlossene Berufsausbildung im technisch-naturwissenschaftlichen Sektor, mindestens drei Jahre Berufserfahrung im Umweltbereich und das Bestehen einer Eignungsprüfung an der Universität.

Die Regelstudiendauer für das Fernstudium beträgt fünf Semester. In diesen zweieinhalb Jahren muss man einen Arbeitsaufwand von 15-20 Stunden pro Woche für das Studium einkalkulieren.

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für die berufsbegleitenden Studienangebote? Bestehen auch Fördermöglichkeiten?

Die Kosten für den Fernstudiengang „Angewandte Umweltwissenschaften“ betragen 1.198,- EUR je Semester. Hinzu kommen jedes Semester der studentische Sozialbeitrag und am Ende eine Gebühr für die Betreuung und Begutachtung der Masterthesis. Insgesamt belaufen sich die Kosten für das Studium somit auf ca. 7.000,- EUR.

Grundsätzlich können Kosten, die für berufliche Weiterbildung entstehen, im Rahmen der Einkommenssteuererklärung als Werbungskosten geltend gemacht werden.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit – bei Vorliegen der individuellen Voraussetzungen – diverse Weiterbildungsförderprogramme des Bundes und der Länder in Anspruch zu nehmen. Als Beispiele seien die Bundes-Bildungsprämie oder die aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanzierten Bildungs- oder Qualichecks der Bundesländer genannt. In vielen Fällen – so unsere Erfahrung – beteiligen sich auch die Arbeitgeber an den Kosten für das Fernstudium. In Einzelfällen bestehen eventuell auch Finanzierungsmöglichkeiten im Rahmen der Begabtenförderung, der beruflichen Wiedereingliederung oder der Integration von Migranten/innen.

Welche weiteren berufsbegleitenden Studiengänge bietet das ZFUW Koblenz-Landau an?

Das Bildungsangebot des ZFUW umfasst postgraduale Fernstudiengänge und Kursangebote zur individuellen Kompetenzentwicklung in den Themenfeldern Naturwissenschaften und Technik, Humanwissenschaften und Management. Konkret bieten wir derzeit folgende berufsbegleitende Master-Fernstudiengänge an:

  • Angewandte Umweltwissenschaften (M.Sc.)
  • Energiemanagement (M.Sc.)
  • Erneuerbare Energien und Energiewirtschaft (MAS)
  • Inklusion und Schule (M.A.)
  • Personal und Organisation (M.A.)
  • Unternehmenskommunikation und Rhetorik (M.A.)
  • Verhaltensorientiertes Management (MBA)

Für Personen, die an einer Berufstätigkeit im Umweltbereich interessiert sind, dürften auch diese Zertifikatskurse (Dauer: 6 Monate) von Interesse sein:

  • Betriebliches Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement
  • Deutsches Umweltrecht

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