MLICSStudis im Interview
Kandidaten und Querdenker

MLICS-Studis im Interview

Katharina und Marlene sind Studentinnen des interdisziplinären Master Studiengangs "Life Cycle & Sustainability (MLiCS) an der Hochschule Pforzheim. In Interview berichten sie über die Inhalte des Studiengangs und erzählen, was sie vorher gemacht haben.

Katharina und Marlene sind Studentinnen des interdisziplinären Master Studiengangs "Life Cycle & Sustainability (MLiCS) an der Hochschule Pforzheim. In Interview berichten sie über die Inhalte des Studiengangs und erzählen, was sie vorher gemacht haben.

01.12.2016 - Bild: Katharina

Interview Katharina

Was hast du vor deinem MLICS Studium gemacht?

KATHARINA: Ich habe an der HS Pforzheim im Studiengang International Business studiert. Nach dem Bachelorabschluss war ich für ein Auslandspraktikum bei der EU in Indonesien, und im Anschluss habe ich ein Jahr bei Bosch im Bereich Supply Chain Management gearbeitet.

Was sind die Inhalte des MLICS?

Der Schwerpunkt liegt im Bereich Life Cycle Assessment. Wir lernen die notwenigen Softwaretools, Methoden und Datenbanken kennen und bekommen Einblicke in verschiedene Schnittstellenbereiche wie Produktions-, Verfahrens- und Energietechnik und Lean Management. Besonders gefällt mir, dass alle Inhalte anhand praxisorientierter Projekte vermittelt werden.

Wie würdest du das Studium an der HS Pforzheim beschreiben?

Wir sind im MLICS eine kleine Gruppe und werden sehr gut von den Professoren betreut.  Durch die vielen Projekte mit Unternehmen ist das Studium sehr praxisorientiert. Wir haben oft die Möglichkeit, selbständig wissenschaftlich zu arbeiten.

 

Interview Marlene

Was hast du vor deinem MLICS Studium gemacht?

MARLENE: Ich habe Verpackungstechnik studiert. Das Thema meiner Bachelorarbeit war die Optimierung einer bestehenden Verpackungslösung. Im Rahmen dieser Thesis habe ich mich zum ersten Mal mit dem Thema Ökobilanzierung befasst.

Welche Erwartungen an das Studium haben sich mit dem MLICS erfüllt?

Es wird schwerpunktmäßig das Thema LifeCycle Assessment behandelt – von den Anfängen der Ökobilanzierung bis zum heutigen Stand. Gängige aktuelle Software und Datenbanken werden vorgestellt und die Komplexität in Sachen Datenerhebung vermittelt.

Wie geht es bei dir jetzt weiter?

Ich bewerbe mich für meine Masterthesis und versuche dabei meinen technischen Hintergrund mit dem Master zu kombinieren.

Wie kannst du dazu beitragen die Unternehmen nachhaltig zu gestalten?

Bei Verpackungen muss man immer das gesamte Produkt-Verpackungssystem betrachten. Es ist klar, dass man zum Beispiel nicht einfach einen Joghurtbecher mit einem Joghurtglas vergleichen  und entscheiden kann, welche Verpackung nachhaltiger ist. Mit dem Master habe ich gelernt, wie man eine Vergleichbarkeit herstellen kann, und wie ich feststellen kann, wo der größte Impact im Lebenszyklus eines Produktsystems ist. Ich hoffe, dass ich damit in einem Unternehmen dazu beitragen kann, dieses nachhaltiger zu machen.

 

Interview Philipp

Was hast du vor deinem MLiCS Studium gemacht?

PHILIPP: Vor meinem Masterstudium war ich auch an der HS Pforzheim und habe Ressourceneffizienz-Management (REM) studiert. Ich habe damals im WS 11/12 mit dem ersten REM-Semester angefangen.  Mich hat das Nachhaltigkeitsthema und der damit verbundene interdisziplinäre Aufbau interessiert und habe das dann im Masterstudium auch fortgesetzt.

Haben sich deine Erwartungen an das MLiCS Studium erfüllt?

Der Studiengang hat voll und ganz meine Erwartungen erfüllt. Ich kannte das Pforzheimer Modell bereits aus meinem Bachelorstudium. Daher gab es keine Überraschungen für mich. Auch die Inhalte des Studiums – also alle Facetten der industriellen Nachhaltigkeit und dem Schwerpunktthema Ökobilanzierung – haben meine Erwartungen voll erfüllt.

Wieso hast du dich für dein MLiCS Studium entschieden?

Ich habe mich für mein Masterstudium entschieden, weil ich genau diese Aspekte der Nachhaltigkeit aus dem Bachelorstudium vertiefen wollte. Besonders die Interdisziplinarität mit  Inhalten aus der Energiewirtschaft, der Verfahrenstechnik, der nachhaltigen Produktion und dem Lean Management hat mich angesprochen.

Was machst du jetzt, nachdem du deinen Master abgeschlossen hast?

Aktuell bin ich Doktorand am KIT in Karlsruhe und arbeite im Nexus Projekt am Institut für Industrial Ecology (INEC). Im Nexus Projekt geht es im Wesentlichen um den Zusammenhang zwischen den Energiebedarfen der Gewinnung von Primär- und Sekundärmetallen und abnehmenden Metallkonzentrationen in Erzen und Abfällen bzw. Schrotten. Meine Promotion deckt hier die Recyclingseite ab.

Warum lohnt sich aus Deiner Sicht das Studium und was würdest Du Interessenten mit auf den Weg geben?

Das MLiCS Studium gibt einen breiten Einblick in alle Bereiche der industriellen Nachhaltigkeit und fokussiert dabei insbesondere den Lebenszyklusgedanken. Ohne diese Life-Cycle-Sicht kann keine nachhaltige Entwicklung entstehen. Zudem ist das Studium sehr angewandt und findet in verhältnismäßig kleinen Gruppen statt, was einen tiefen Einblick in die Themenfelder erlaubt, trotz der nur 3 Semester Studienzeit.

Ich kann dieses Studium somit jedem empfehlen der sich im Themenbereich der Nachhaltigkeit bzw. Industrial Ecology bewegen will. Nachdem man einen Einblick in die Studieninhalte erhalten hat, kann man durch die gezielte Auswahl des Themas der Masterarbeit seinen persönlichen Schwerpunkt legen und so die entsprechenden Weichen für die berufliche Zukunft stellen.  

 

Weiterführende Informationen zum MLICS-Studiengang an der HS Pforzheim.



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