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Dass der Umwelt- und Klimaschutz längst nicht mehr nur Jobs schafft, die die Bereitschaft, sich an Bäume zu ketten voraussetzen, ist jedem bekannt. Aber wie groß ist die Wirtschaftsleistung des grünen Bereichs wirklich?

Dass der Umwelt- und Klimaschutz längst nicht mehr nur Jobs schafft, die die Bereitschaft, sich an Bäume zu ketten voraussetzen, ist jedem bekannt. Aber wie groß ist die Wirtschaftsleistung des grünen Bereichs wirklich?

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06.10.2017 - Ein Beitrag von Sandra Gehle

Umweltschutz ist nicht nur eine gute Sache, die jeder in seinem Leben und bei seinem alltäglichen Handeln berücksichtigen sollte, er ist auch ein wichtiger Teil der deutschen Wirtschaft. Dazu hat das Statistische Bundesamt Anfang August den jährlichen Bericht Umweltschutzgüter und Umweltschutzdienstleistungen für das Jahr 2015 veröffentlicht: Dem Bericht zufolge haben die Betriebe des Dienstleistungssektors und des produzierenden Gewerbes mit Waren, Bau- und Dienstleistungen im Jahr 2015 rund 66 Milliarden Euro Umsatz für den Umweltschutz erwirtschaftet (das sind stolze neun Nullen hinter der 66). 

Klimaschutz bringt den höchsten wirtschaftlichen Umsatz 

Klimaschutz setzt sich unter anderem zusammen aus den Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizient und zur Einsparung von Energie. Diese machten einen Umsatz von 19,8 Milliarden Euro. Hinzu kommen die Maßnahmen zur Nutzung von erneuerbaren Energien, die einen Anteil in Höhe von 16,5 Milliarden Euro beitrugen. Der Bereich Klimaschutz ist somit der wirtshcaftliche Sektor mit den höchsten Umsätzen. Insgesamt wurden in diesem Segment 37,9 Milliarden Euro erzielt.

Umweltschutz ist kein Export

Rund zwei Drittel der Umsätze erzielte die Umweltschutzwirtschaft 2015 innerhalb der deutschen Landesgrenze. Davon stammten gerade einmal 24,6 Milliarden Euro aus dem Export von Waren, Bau- und Dienstleistungen, was einem Anteil von ca. 37,3 Prozent entspricht. Im Vergleich zu anderen Zweigen der deutschen Wirtschaft ist dieser Anteil sehr gering. Allein die Tatsache, dass Deutschland seit Jahren einen (fast) permanenten Exportüberschuss verzeichnet, zeigt, wie untypisch diese Entwicklung erscheinen muss. Maßnahmen für den Umweltschutz, die z.B. eine höhere Exportquote aufwiesen, sind Güter und Leistungen für Wasserkraft, sowie Meeresenergie. Dort machten die Exporte 87,5 Prozent der Umsätze aus.

Angestellt bei der Umwelt

Auch die Arbeitswelt bleibt nicht unberührt von den Effekten der Umweltschutzwirtschaft. Die Zahl der Beschäftigten, die im Umweltschutz tätig sind, lag 2015 insgesamt fast 260.000. Mit rund 67,3 Prozent war der Großteil davon im verarbeitenden Gewerbe tätig. Auf das Baugewerbe entfielen 45.455 Beschäftigte und auf den Dienstleistungssektor 37.192. Natürlich kommen diese Zahlen längst nicht an die Dimensionen von z.B. der Automobilindustrie heran - man muss sich nur einmal vor Augen führen, welchen Stellenwert der Umwelt- und Klimaschutz heute in unserer Gesellschaft und bei den Menschen selbst einnimmt. Wenn ein Job für einen selbst sinnstiftend wirkt und man überzeugt ist, mit seiner Zeit und Arbeitskraft das Richtige zu tun, birgt dies enormes Potenzial. Für viele Menschen, die beispielsweise in NGOs arbeiten, sind Überstunden und ein vergleichsweise geringes Gehalt an der Tagesordnung. Ohne das Selbstverständnis, was aus den Folgen der eigenen idealistischen Ziele erwächst, würden diese Menschen ihre Berufe nie ausüben können und wollen.  

Weitere Daten gibt es zum Nachlesen beim Statistischen Bundesamt.

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