Grüne Weiterbildungen an der GNE
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Grüne Weiterbildungen an der GNE

INTERVIEW | Wir verraten euch, welche Weiterbildungsmöglichkeiten es an der GNE gibt. Welche Studieninhalte behandelt werden und was die grünen Weiterbildungen kosten.

INTERVIEW | Wir verraten euch, welche Weiterbildungsmöglichkeiten es an der GNE gibt. Welche Studieninhalte behandelt werden und was die grünen Weiterbildungen kosten.

24.01.2018 - Das Interview führte Gessica Mirra, Foto © GNE

JOBVERDE: Frau Willkomm, stellen Sie uns die GNE – Die Gesellschaft für Nachhaltige Entwicklung bitte näher vor.

Christiane Willkomm: Die Gesellschaft für Nachhaltige Entwicklung mbH (GNE) ist ein gemeinnütziges Weiterbildungsinstitut. Mitten im Herzen Deutschlands, in Witzenhausen, welches zwischen Göttingen und Kassel liegt, hat sich die GNE auf Weiterbildungen im Bereich Klimaschutz und Ressourcenmanagement, Erneuerbare Energie, ökologischer Landbau sowie Entwicklungshilfe und Humanitäre Hilfe spezialisiert. Die Programme werden mit Unterstützung der Universität Kassel und dem DITSL durchgeführt.

An wen richtet sich Ihr Angebot an grünen Weiterbildungen?

Das Angebot richtet sich an Fachhochschul- und Hochschulabsolventen aus angewandten Wissenschaften, insbesondere Natur- , Sozial- , Geistes- und Wirtschaftswissenschaftler, Ingenieure, Juristen sowie Personen mit vergleichbaren Abschlüssen. Die TeilnehmerInnen kommen aus dem In- und Ausland.

Welche Weiterbildungen bieten Sie konkret an?

Wir bieten dreimal jährlich insgesamt fünf Weiterbildungsprogramme an.

  • „Koordinator/in für Klimaschutz & Ressourcenmanagement“ – KUR
  • „Koordinator/in für Erneuerbare Energie & Energiemanagement" - KEE
  • „Coordinator in International Climate Protection & Adaptation” -CPA
  • „Coordinator in International Project Management”- IPM
  • „Coordinator in International Financial Project Management“ – FPM

Die Weiterbildungsprogramme KUR und KEE sind auf die Bereiche Klimaschutz und Erneuerbare Energien spezialisiert und werden auf Deutsch angeboten.

Die Kurse IPM und FPM sind auf die Entwicklungshilfe spezialisiert und finden zum größten Teil auf Englisch statt. Der Kurs CPA wiederum verbindet Klimaschutz mit den Entwicklungshilfe Kursen und bietet interessante Aspekte aus beiden Bereichen. Dieser Kurs wird zum größten Teil auf Englisch angeboten.

Wie teuer sind Ihre Kursangebote und wie lange dauert es, bis ich mich dann beispielsweise „Koordinator/in für Klimaschutz & Ressourcenmanagement“ nennen darf?

Die Kurse sind Vollzeit Weiterbildungen, mit einer Dauer von insgesamt 7 Monaten. Die ersten vier Monate Präsenz Unterricht finden bei uns in Witzenhausen statt. Die Unterrichtszeit beträgt 41 Stunden die Woche und unsere Teilnehmer werden sehr praxisnah unterrichtet. Wir bieten an während der Zeit in einem unserer Gästehäuser ein Zimmer an zu mieten. Im Anschluss an die vier Monate folgt ein Praktikum von drei Monaten, welches sich die Teilnehmer selber suchen. Wir stehen dabei unterstützend bei der Suche nach dem Richtigen Praktikumsplatz zur Seite und bewerben unsere Teilnehmer bei den verschiedenen Organisationen. Nach den sieben Monaten findet eine Abschlussprüfung statt, die sich aus Präsentation und Fachgespräch zusammensetzt. Nach erfolgreichem Bestehen der Prüfung erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat. Wir sind von Weiterbildung Hessen und der DQS zertifiziert und somit auch qualifiziert, Bildungsgutscheine anzunehmen. Kursgebühr:  IPM, KUR, CPA und FPM: 5.254,56 € zahlbar in 6 Raten zu 875,76 € KEE: 5.166,00 € Ratenzahlung: 6 Raten zu 861,00 € Selbstzahler oder Finanzierung möglich durch Agentur für Arbeit, Jobcenter, Unternehmen oder Rentenversicherungsträger.

Wie leben Sie auf dem Campus das Thema Nachhaltigkeit?

Das Thema Nachhaltigkeit spielt für uns eine große Rolle. Sie ist nicht nur ein Bestandteil unseres Namens, sondern wird bei uns auch aktiv gelebt. Wir bieten eine Lernplattform an um Papier zu sparen, nutzen Ökostrom, stellen Fahrräder für unsere Teilnehmer zur Verfügung, unterstützen die Ortsansässigen Unternehmen und kaufen regionale Bioprodukte, verwenden Recycling Materialien, senken die Energiekosten durch Zeitschaltuhren, Dämmung und Nachtabsenkung, Porzellan Tassen statt Papierbecher etc.

Die GNE führt zudem Projekte wie „EU Projekt Swaziland“ und „Ökolandbau“ durch. Was darf man sich darunter vorstellen?

Die GNE führte in der Vergangenheit eigene Entwicklungshilfe Projekte durch. Das EU Projekt Swasiland ist ein Projekt „Hilfe zur Selbsthilfe“ Hierbei wurden Kleinbauern, insbesondere auch Frauen und Jugendliche, ausgebildet um die landwirtschaftliche Produktion zu verbessern. Den schon zu Bauernverbänden zusammen geschlossenen Mitgliedern, wird Wissen zum ökologischen Landbau vermittelt, wodurch sie selbst in der Lage sind ökologische Landwirtschaft zu betreiben und sollen als Multiplikatoren fungieren dieses Wissen weiter zu geben.

Zur Frage Ökolandbau. Die GNE war von 2009 bis 2012 die Koordinationsstelle der Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau. Das Netzwerk der Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau ist ein Projekt des Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN). Dieses Programm wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) finanziert und in der Geschäftsstelle BÖLN in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Bonn koordiniert und  umgesetzt. Die GNE war damals für die Vernetzung der Demonstrationsbetriebe untereinander und die Öffentlichkeitsarbeit nach außen verantwortlich.

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