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Bildungsreferent für nachhaltige Entwicklung – Der Job als Umweltbildungsreferent

Werde ein inspirierender Umweltbildungsreferent, der mit seinem vielfältigen Können und Wissen Umweltthemen auf lebendige Weise vermittelt. Sei dabei, wenn Umweltschutz zur Herzensangelegenheit wird und die Jugend von heute zu den Umweltaktivisten von morgen heranwächst.

Werde ein inspirierender Umweltbildungsreferent, der mit seinem vielfältigen Können und Wissen Umweltthemen auf lebendige Weise vermittelt. Sei dabei, wenn Umweltschutz zur Herzensangelegenheit wird und die Jugend von heute zu den Umweltaktivisten von morgen heranwächst.

15.03.2024 | Ein Beitrag von Alina Brammer| Bild: D. Damschen, BUND

Ausgestattet mit kreativer Ideenvielfalt und einer tiefen Leidenschaft für Umweltschutz, verwandelt der Umweltbildungsreferent jeden Raum in einen fruchtbaren Boden des Wissens. Seine Mission: das Bewusstsein für Umweltfragen zu schärfen und nachhaltige Praktiken zu fördern.

Was sind die Aufgaben eines Umweltbildungsreferenten?

Mit einem bunten Repertoire an Fähigkeiten ausgestattet, plant und führt ein Umweltbildungsreferent Lehrangebote durch, in denen er verschiedenen Zielgruppen sein Wissen über Umweltthemen vermittelt. In Form von Workshops, Vorträgen, Exkursionen und anderen Bildungsveranstaltungen, geben sie ihr Wissen an Schulen, Universitäten oder in Gemeindezentren weiter. Ziel ist Menschen aller Altersgruppen zu helfen umweltfreundlichere Entscheidungen in ihrem Alltag und Berufsleben zu treffen. Zur Erreichung der Bildungsziele, arbeitet der Umweltbildungsreferent auch eng mit Umweltorganisationen oder Regierungsbehörden zusammen. Durch diese Zusammenarbeit werden Bildungsinitiativen entwickelt und gefördert, um das Umweltbewusstsein in der Gesellschaft zu stärken. Darüber hinaus entwickelt der Umweltbildungsreferent Lehrmaterialien, Handbücher, Broschüren und Präsentationen, die als Werkzeug der Veränderungen und Inspiration dienen, um nachhaltige Informationen auf lebendige und zugängliche Weise zu vermitteln. Ein wesentlicher Aspekt der Arbeit ist vor allem die Kommunikation mit der Öffentlichkeit über Umweltfragen. Diese Fragen betreffen den Klimawandel, den Naturschutz, nachhaltige Lebensstile und Entwicklungen, aber auch Fragen zum Erhalt der Wasser- und Luftqualität, zum Thema Recycling oder Umweltgerechtigkeit. Auch hier organisiert ein Umweltbildungsreferent Veranstaltungen, erstellt wissenwerte Informationsmaterialien und macht sich insbesondere Social-Media-Kanäle zu nutze. Wichtig bei solchen Bildungsprogrammen, Veranstaltungen oder Umfragen ist dessen Wirksamkeit. Ein Umweltbildungsreferent führt regelmäßig Evaluierungen durch und wertet das Feedback von Teilnehmern aus. Nur so können Programme kontinuierlich verbessert werden, um die Gesellschaft zur Handlungsbereitschaft aufzufordern und gemeinsam einen positiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Um nur einige Beispiele zu nennen, findest du hier wichtige aktuelle Fragestellungen mit denen sich ein Bildungsreferent im Bereich Umwelt beschäftigt:

  • Welche Maßnahmen können wir ergreifen, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren und den Klimawandel einzudämmen?
  • Wie können wir den Verlust an natürlichen Lebensräumen stoppen und die Artenvielfalt erhalten?
  • Welche Schritte können wir unternehmen, um eine nachhaltige Entwicklung zu fördern und gleichzeitig die Bedürfnisse zukünftiger Generationen zu sichern?
  • Wie können wir dafür sorgen, dass wir genug sauberes Wasser haben, um zu trinken und Pflanzen zu gießen, ohne dabei zu viel zu verschwenden?
  • Wie können wir Abfall reduzieren, recyceln und wiederverwenden, damit weniger Müll produziert wird und die Erde sauber bleibt?
  • Warum ist es wichtig, dass alle Kinder und Tiere auf der Welt die gleiche saubere Luft zum Atmen und das gleiche saubere Wasser zum Trinken haben, egal wo sie leben?
  • Wie können wir sicherstellen, dass alle Menschen gleichberechtigten Zugang zu sauberer Umweltluft, Wasser und Land haben?


Bild: Alan Rodriguez, Unsplash

Welche Qualifikationen braucht ein Umweltbildungsreferent?

Um Umweltbildungsreferent zu werden, bedarf es spezifischer Qualifikationen und Fähigkeiten, die durch Ausbildung, Studium und Berufserfahrung erworben werden können. Eine geeignete Ausbildung für diesen Berufsweg könnte beispielsweise ein Studium in Umweltwissenschaften, Umweltbildung, Pädagogik, Geographie oder Biologie sein. Zusätzlich zur akademischen Ausbildung sind oft Erfahrungen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit gefragt. Das kann die Verwaltung von Websites oder Social-Media-Kanälen, die Organisation von Veranstaltungen sowie Presse- und Medienarbeit im Kontext des Naturschutzes umfassen. Eine Ausbildung und/oder Berufserfahrung in Landschaftsökologie, Landschaftspflege oder Agrarwissenschaft, ergänzt durch zusätzliche Qualifikationen in Öffentlichkeitsarbeit und/oder Umweltbildung, können hilfreich sein, um eine erfolgreiche Karriere als Umweltbildungsreferent zu starten. Kenntnisse in Natur-, Erlebnis-, Wald- oder Wildnispädagogik können ebenfalls äußerst nützlich sein. Durch Schulungen oder Fortbildungen in diesen Bereichen können Umweltbildungsreferenten ihre pädagogischen Fähigkeiten weiterentwickeln und spezifische Methoden zur Vermittlung von Umweltthemen erlernen. Kenntnisse in Ornithologie (wissenschaftliche Erforschung von Vögeln) mit Erfahrung in Artenbestimmung und Kartierung (Erfassung & Aufzeichnung von Vogelarten), sowie botanische und vegetationskundliche Kenntnisse, sind weitere Fähigkeiten, die die Chancen eines Umweltbildungsreferenten auf dem Arbeitsmarkt erhöhen können. Diese Fähigkeiten ermöglichen es, die natürliche Vielfalt und ökologische Zusammenhänge besser zu verstehen und den Lernenden anschaulich zu vermitteln.

Vom Überzeugen zum Handeln – Soft Skills für Umweltreferenten

Ein Umweltreferent benötigt eine Reihe von Soft Skills, um effektiv in seinem Beruf zu agieren. Dazu zählen ausgezeichnete Kommunikationsfähigkeiten sowohl schriftlich als auch mündlich. Eine seiner Hauptaufgaben besteht darin, komplexe Umweltthemen verständlich zu vermitteln und mit einem breiten Publikum in Kontakt zu treten. Die Fähigkeit, Informationen klar und prägnant zu präsentieren, ist also entscheidend, um Menschen für Umweltfragen zu sensibilisieren und sie zum Handeln zu motivieren. Darüber hinaus sind Empathie und Einfühlungsvermögen von großer Bedeutung, da ein Umweltreferent oft mit verschiedenen Interessengruppen interagiert, von Schülern über lokale Gemeinden bis hin zu politischen Entscheidungsträgern. Die Fähigkeit, auf die Bedürfnisse und Perspektiven anderer einzugehen, kann dabei helfen Beziehungen aufzubauen und gemeinsame Lösungen zu finden. Eine weitere bedeutende Komponente ist die Teamarbeit. Ein Umweltreferent arbeitet häufig in interdisziplinären Teams mit Wissenschaftlern, Politikern, Aktivisten und anderen Fachleuten zusammen. Er muss daher in der Lage sein, effektiv mit anderen zu kooperieren, Ideen auszutauschen und Lösungen zu erforschen. Auch Sprachkenntnisse sind oft von Vorteil, besonders in einem internationalen Umfeld oder bei der Kommunikation mit Menschen aus verschiedenen Kulturen. Fremdsprachenkenntnisse können helfen, Barrieren zu überwinden und die Reichweite der Umweltbildungs- und Sensibilisierungsarbeit zu erweitern. Zusätzlich können grundlegende Kenntnisse in Microsoft Office-Programmen wie Word, Excel und PowerPoint helfen, Präsentationen zu erstellen, Berichte zu schreiben und anderen Dokumenten anzulegen. Die Analyse und Visualisierung von Daten spielt in vielen Umweltprojekten eine wichtige Rolle. Dadurch können nicht nur fundierte Entscheidungen getroffen, sondern auch Ergebnisse überzeugend dargestellt werden. Zudem sind Flexibilität, Kreativität und Engagement unerlässlich. Nur durch persönliche Überzeugungen und die Initiative, einen Beitrag zur Gesellschaft leisten zu wollen, lässt die Arbeit authentisch und glaubwürdig wirken. Ziel ist es, andere für Umweltthemen zu begeistern und sie zur Unterstützung des Schutzes und der nachhaltigen Nutzung unserer Umwelt zu motivieren.


Bild: Dieter Damschen / BUND

Renommierte deutsche Naturschutzorganisationen als potenzielle Arbeitgeber

In Deutschland gibt es eine Reihe an potenziellen Arbeitgebern und Organisationen, die mit großer Leidenschaft den Schutz der Natur und die Förderung eines nachhaltigen Lebensstils vorantreiben. Unter ihnen befinden sich solche, die aktiv nach Umweltbildungsreferenten suchen, die dazu beitragen wollen, das Bewusstsein für Umweltfragen zu schärfen und Menschen zu einem umweltbewussten Handeln zu inspirieren:

Die Naturschutzjugend (NAJU) NRW ist der größte Jugendumweltverband in Nordrhein-Westfalen. Ihr Ziel ist es, Natur und Umwelt zu schützen, insbesondere durch die Förderung von Umweltbewusstsein und Naturschutzaktivitäten bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die NAJU ist aktiv an Naturschutzprojekten und -aktionen beteiligt, darunter die Renaturierung von Lebensräumen, die Pflege von Naturschutzgebieten und die Unterstützung bedrohter Tier- und Pflanzenarten.

Die Initiative Junge Forscherinnen und Forscher e.V. ist eine gemeinnützige Organisation, die in Süddeutschland aktiv ist. Sie setzt sich dafür ein, das naturwissenschaftliche Interesse und Talent bei Kindern und Jugendlichen zu fördern. Die IJF organisiert eine Vielzahl von Projekten, Workshops, Wettbewerben und Veranstaltungen, um junge Menschen dazu zu ermutigen, sich für Naturwissenschaften zu begeistern und Freude an Experimenten, Forschung und Entdeckungen zu erleben.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) ist eine der führenden Umwelt- und Naturschutzorganisationen in Deutschland. Seine Hauptziele umfassen den Schutz von Natur und Umwelt, die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung sowie die Sicherung einer lebenswerten Umwelt für kommende Generationen. Der BUND engagiert sich aktiv für den Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten, die Erhaltung und Renaturierung von Lebensräumen wie Wäldern, Wiesen, Gewässern und Mooren sowie den Schutz natürlicher Landschaften und Biotopen.

Einblicke in das Gehalt von Umweltbildungsreferenten

Das Gehalt eines Umweltbildungsreferenten in Deutschland kann je nach verschiedenen Faktoren variieren. Zu den Einflussfaktoren gehören unter anderem die Qualifikationen, die Berufserfahrung, die Region, in der die Arbeit geleistet wird, sowie die Art und Größe des Arbeitgebers. In der Regel liegt das Einstiegsgehalt für Umweltbildungsreferenten bei etwa 2.891 € brutto/Monat. Mit zunehmender Erfahrung und Qualifikationen kann sich das Gehalt auf bis zu 4.104 € brutto/Monat oder mehr erhöhen. Im Schnitt liegt das Jahreseinkommen bei etwa 50.890 € brutto. Bei größeren Organisationen oder Unternehmen sowie in bestimmten Regionen mit höheren Lebenshaltungskosten können die Gehälter tendenziell höher ausfallen. Einfluss auf das Gehalt haben auch zusätzliche Qualifikationen wie Zusatzabschlüsse, Weiterbildungen oder Spezialisierungen im Bereich Umweltbildung oder verwandten Feldern.

Welche Studien-/ Weiterbildungsmöglichkeiten hat ein Umweltbildungsreferent?

Viele Hochschulen und Bildungseinrichtungen bieten beispielsweise Weiterbildungsprogramme und Zertifikatskurse im Bereich Umweltbildung an. Solche Kurse können spezifische pädagogische Ansätze, Umweltthemen oder Fähigkeiten wie Projektmanagement und Öffentlichkeitsarbeit abdecken und ermöglichen es Umweltbildungsreferenten, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten gezielt zu vertiefen. Ein Umweltbildungsreferent kann aber auch durch Praktika, Freiwilligenarbeit oder Anstellungen in Umweltorganisationen, Schulen, Museen oder Umweltbildungszentren wertvolle Erfahrungen sammeln und seine Fähigkeiten im Umgang mit verschiedenen Zielgruppen verbessern. Beispielsweise bietet das Institut für Nachhaltigkeitsbildung mit Sitz in Münster verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten, Beratungen und Berichte für nachhaltige Entwicklung an. Ebenso die Julius-Maximilians-Universität Würzburg, die sogar einen eigenen Themenzweig für Hochschulbildung in nachhaltige Entwicklungen haben.


Bild: Markus Spiske, Unsplash

Werde die Stimme des grünen Wandels

Umweltprobleme wie Klimawandel, Artensterben und Umweltverschmutzung sind mehr als denn je zentrale Themen für die Bewusstseinsbildung. Als Umweltbildungsreferent hast du eine einzigartige Gelegenheit, Menschen jeden Alters zu inspirieren. Du kannst Menschen dazu ermutigen, ihren Lebensstil zu überdenken, Ressourcen zu schützen und sich für den Erhalt unseres Planeten einzusetzen. Die Position des Umweltbildungsreferenten geht jedoch weit über die Rolle des reinen Lehrers hinaus. Er ist ein Botschafter für Wandel und Hoffnung. Die Ergebnisse der Studie "Zukunft? Jugend fragen! – 2021" im Auftrag des Umweltbundesamts machen deutlich, wie wichtig die Bildung in Sachen Umwelt ist. 85 Prozent der befragten Jugendlichen empfinden Umwelt- und Klimaschutz als zentrales Thema der heutigen Gesellschaft. Damit ist es einer der vier wichtigsten Anliegen junger Menschen in Deutschland. Trotz dieser Wertschätzung zeigen sich jedoch nur ein Viertel zuversichtlich bezüglich einer positiven Entwicklung von Umwelt und Klima, während die überwältigende Mehrheit pessimistische Ansichten äußert. Die enormen Herausforderungen beim Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen bewegen Jugendliche zutiefst und belasten sie emotional. Angesichts dieser erschreckenden Realität wird die Bedeutung einer Ausbildung zum Umweltbildungsreferenten und des Engagements für nachhaltige Entwicklungen umso deutlicher. Werde also ein aktiver Umweltschützer. Ergreife konkrete Maßnahmen, um die Erde zu schützen und vereine dabei die Rollen des Künstlers, Pädagogen und Hüters der Natur.

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