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Berufe mit Zukunft – was du unbedingt wissen solltest

Du fragst dich welche Berufe zukunftsfähig sind? In diesem Beitrag wagen wir den Blick nicht nur auf technologische, sondern auch auf wirtschaftliche und demographische Entwicklungen der Zukunft!

Du fragst dich welche Berufe zukunftsfähig sind? In diesem Beitrag wagen wir den Blick nicht nur auf technologische, sondern auch auf wirtschaftliche und demographische Entwicklungen der Zukunft!

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16.04.2021 | Ein Beitrag von Laura Hofschlag | Bilder: Unsplash

Gegenüber der Wirtschaftswoche sagt Christian Böllhoff, Geschäftsführender Gesellschafter des Basler Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos, dass das Tempo der wirtschaftlichen Veränderungen, die uns im digitalen Zeitalter noch erwarten, weiter zunehmen wird.

Was sind Berufe der Zukunft?

Berufe der Zukunft, ein großer Begriff. Anhand von Trends versuchen Expert*innen Berufe zu prognostizieren, die unabhängig von der Wirtschaftslage und Veränderungen in der Arbeitswelt, bestehen werden. Dabei konzentrieren sie sich auf einzelne Wirtschaftszweige und behalten im Blick, welche Wirtschaftszweige stetig wachsen und welche im Wandel der Zeit aussterben.

Es lässt sich also festhalten: Berufe der Zukunft bestehen auch noch in einigen Jahren und werden weiterwachsen. Zu den zukünftigen Berufen zählen auch solche, die im Zuge der Entwicklungen noch entstehen werden.

Wirtschaftliche Entwicklungen

Die globalen wirtschaftlichen Entwicklungen stehen im Schatten der Pandemie. Laut einem Statement des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie vom 21. März, erholt sich die Weltkonjunktur zwar weiterhin, hat aber immer noch mit den Einschränkungen durch die Pandemie zu kämpfen. Die anlaufenden Impfkampagnen sorgen jedoch für eine zuversichtlichere Stimmung.

Corona stellt einiges in den Schatten, agiert aber auch als Treiber und Beschleuniger für nachhaltige Veränderungen. So spricht das Weltwirtschaftsforum (WEF) von einem Neuanfang für eine gerechtere, nachhaltigere und widerstandsfähigere wirtschaftliche Zukunft. Besonders Klaus Schwab, Gründer und Vorstandsvorsitzender des WEF, setzt sich seit dem Sommer 2020 für den „Großen Neustart“ und die Transformation der Wirtschaft ein. Das Zukunftsinstitut sieht im Gegensatz zum WEF keinen Neustart, sondern einer Wachablöse. Durch Corona beobachten sie den Durchbruch einer nächsten Generation von Unternehmen – Unternehmen, die sich schon vor Corona für Menschenwürde, soziale Gerechtigkeit und sinnvolles Handeln eingesetzt haben. 

In Zukunft, das steht fest, werden die größten Risikofaktoren für die globale Wirtschaft in der Natur zu finden sein. Klimakatastrophen, Wetter und Biodiversität anstelle von Anlagepreisen oder konjunkturellen Schwankungen. Im Zuge dessen fordert das Zukunftsinstitut mehr internationale Zusammenarbeit, weniger Egoismus und einen Fokus auf soziale Gerechtigkeit im Einklang mit der Natur. Das scheint bitter nötig. Eine Studie der Gemeinwohlorganisation Oxfam mit dem Titel: Das Ungleichheits-Virus belegt, dass das Vermögen der zehn reichsten Männer, trotz Pandemie, um fast eine halbe Billion US-Dollar gestiegen ist. Laut Schätzungen haben sich ebenso die 1.000 reichsten Menschen in neun Monaten von ihren Verlusten durch die Pandemie erholt. Die weltärmsten Menschen bräuchten mehr als ein Jahrzehnt um sich zu erholen.

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Soziodemographische Entwicklungen

Im Jahr 2019 kam, laut dem Statistischen Bundesamt, eine Frau auf 1,54 Kinder. Wie sich diese Ziffer konkret zusammensetzt, erfährst du hier.

Wie wird sich die globale Bevölkerung entwickeln? Ein Team des Department of Economics and Social Affairs der Vereinten Nationen berechnet, wie sich die Weltbevölkerung in Zukunft entwickeln wird. Laut ihren Berechnungen wächst die Weltbevölkerung weiter und um das Jahr 2100 erreicht sie die elf Milliarden. Diese seien jedoch das Maximum. Das Weltbevölkerungswachstum habe sich verlangsamt und würde, nachdem es die 11 Milliarden erreicht hat, abflauen. Erklären lässt sich das anhand des demographischen drei Stufenmodells:

  1. Von Beginn der Menschheit bis ins europäische 18. Jahrhundert herrscht eine hohe Geburten- und Sterberate. Die Anzahl der Bevölkerung bleibt stabil oder wächst nur langsam.
  2. Die Gesellschaft modernisiert sich. Die Menschen haben Zugang zu besserer Medizin und Ernährung. Die Geburtenrate bleibt weiterhin hoch, doch die Sterberate sinkt. Es kommt zu einem schnellen Bevölkerungswachstum.
  3. Die Geburtenrate geht zurück und somit schwächt auch das Wachstum ab und kommt zum Stillstand.

Viele Länder befinden sich schon jetzt in der dritten Stufe des demographischen Wandels – ihre Geburtenrate ist unter das Reproduktionsniveau gefallen. Gründe hierfür sind die Urbanisierung und der damit einhergehend Mangel an Platz, Zeit und Geld sowie der Bildungshunger, als auch die Aufstiegslust der Menschen.

Im Gegensatz zu seinen Kolleg*innen am Department of Economics and Social Affairs kommt der österreichische Demograf Wolfgang Lutz auf eine andere Berechnung. Laut Wolfgang Lutz wird die Weltbevölkerung die elf Milliarden nie erreichen. Mit neun Milliarden erreicht sie ihr Maximum schon um das Jahr 2070. Der Grund für die unterschiedlichen Berechnungen: der Demograf sieht nicht nur das Alter als ein wichtiges Kriterium, sondern auch die Bildung. In seinen Berechnungen hat er Menschen in sieben Bildungsgruppen unterteilt. Von „keine Schule besucht“, bis „Hochschulabschluss“. Das Gehirn sei laut ihm das wichtigste Reproduktionsorgan. Wenn verstanden wird, dass Kinder kriegen eine bewusste Entscheidung sein kann, welche Kosten ein Kind mit sich bringt und dass es die Möglichkeit der Verhütung gibt, kriegen Frauen tendenziell weniger Kinder. Auch wenn Frauen mit beiden Beinen im Berufsleben stehen, kriegen sie tendenziell später Kinder.

In Zukunft wird es mehr alte als junge Menschen geben. Somit kommt es zu einem Ungleichgewicht in der Weltbevölkerung. 

Welche Berufe der Zukunft wird es geben?

Neben den traditionellen Berufen, die eine Zukunft haben werden, schafft die Digitalisierung vollkommen neue Berufe. Die Berufe der Zukunft erfordern allesamt mehr Flexibilität und Vernetzung – auch virtuell.

Gesundheit, Pflege, Medizin

Der Bedarf wird durch das Ungleichgewicht des demographischen Wandels weiter ansteigen und schon jetzt besteht deutschlandweit ein großer Mangel an Fachkräften.

Bildung

Auch hier besteht ein Fachkräftemangel – viele Stellen sind nicht besetzt. Dabei ist gute Bildung essenziell.

Technische Berufe/ IT

Es werden immer neue Technologien geschaffen und somit auch neue Arbeitsplätze. Sei es im Feld der erneuerbaren Energien, der Produktion von E-Autos oder im Bereich der Smart-Homes. Es bedarf an Menschen, die Maschinen entwickeln, reparieren, steuern und programmieren.

Handel und Logistik

Auch in Zukunft wird der Handel im Internet wachsen. Es kommen große Aufgaben auf die Logistikbranche zu – sei es die Überwachung der Logistik oder der Versand der Produkte.

Wissenschaft und Forschung

Stetig kommt es zu bedeutsamen Innovationen, wie zum Bespiel der Entwicklung von neuen Medikamenten.

Berufe im digitalen und kreativen Bereich

Der Fokus liegt auf Berufen, die sich auf Online-Märkte spezialisieren.

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Hier findest du einige konkrete Berufsbeispiele, die jetzt schon zukunftsfähig sind:

Welche Rolle spielt die Nachhaltigkeit?

Im Zuge der neuen Denkweisen und Wandlungen, gewinnen nachhaltige Berufe immer mehr an Bedeutung. In Zukunft wird die Nachhaltigkeit hoffentlich kein eigenes Berufsfeld mehr sein, sondern jeder Job wird eine nachhaltige Ausrichtung haben. Diese Ausrichtung, in eine nachhaltige Zukunft, geben unter anderem die 17 Ziele und die Agenda 2030 vor.

Ein erneuter Blick auf die Wirtschaft zeigt, dass auch die Europäische Union den Weg in eine grüne Wirtschaft sucht. Dazu hat sie den „European Green Deal“ ins Leben gerufen. Mehr zu dem grünen Deal erfährst hier

Zurück ins Hier und Jetzt

Denn schon heute kannst du anfangen dich für eine nachhaltige Zukunft zu engagieren und bist somit für die nächsten Jahre bestens vorbereitet.

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Lies auch diesen spannenden Artikel: Trends der Arbeitswelt 2021

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