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Naturkosmetikhersteller Weleda über die Generation Z auf dem Arbeitsmarkt

INTERVIEW | Adriana Fritz, die im HR Bereich der Weleda AG arbeitet, erzählt uns im Interview, was jungen Arbeitnehmer*innen im Job wichtig ist.

INTERVIEW | Adriana Fritz, die im HR Bereich der Weleda AG arbeitet, erzählt uns im Interview, was jungen Arbeitnehmer*innen im Job wichtig ist.

11.04.2022 | ein Interview geführt von Isabel Lüdenbach | Bild: Weleda AG

Die Generation Z hat andere Vorstellungen und Ansprüche an die Arbeitswelt als ihre Vorgängergenerationen. Immer mehr junge Menschen aus der Generation starten ihren Weg ins Berufsleben. HR Spezialistin Adriana Fritz von der Weleda AG berichtet im Interview, was ihrer Erfahrung nach Arbeitnehmer*innen aus der Generation Z an ihrem Arbeitgeber besonders wichtig ist.

In unserem Beitrag Was der Generation Z bei der Arbeitssuche wichtig ist haben wir uns ausführlich mit dem Thema Generation Z in der Arbeitswelt beschäftigt.

JOBVERDE: Stell dich und deine Tätigkeiten bei Weleda zu Beginn gerne einmal unseren Leser*innen vor.

Adriana: Mein Name ist Adriana Fritz und ich arbeite als HR Spezialistin in den Bereichen HR Competence Center (HRCC) und HR Management (HRM). Im HRCC arbeite ich im Ausbildungsteam und bin hierbei verantwortlich für das Ausbildungsmarketing, das Freiwillige Ökologische Jahr sowie für die Konzeption und Durchführung von verschiedenen Bausteinen unseres Ausbildungscurriculums, wie etwa die Begegnungstage, die Einführungstage oder Seminare. Im HRM gehören zu meinen Tätigkeiten beispielsweise das Employer Branding oder das Onboarding von neuen Mitarbeitenden bei Weleda.

Welche Aspekte sind jungen Bewerber*innen aus deiner Sicht an ihrem zukünftigen Arbeitgeber am wichtigsten?

Ich denke jungen Bewerber*innen ist es wichtig bei ihrem zukünftigen Arbeitgeber als Mensch angesehen zu werden und nicht nur als eine Zahl im System. Junge Menschen wünschen sich heutzutage Raum zur Selbstentfaltung und möchten in ihrer Arbeit einen Sinn erkennen. Die Generation Z ist in Zeiten zunehmender Digitalisierung und Globalisierung aufgewachsen – alles ist schnell und dynamisch. Deshalb legen sie auch mit Blick auf die Arbeit einen hohen Wert auf Flexibilität, etwa in Form von flexiblen Arbeitszeiten oder mobilem Arbeiten.

Wie unterscheiden sich Bewerber*innen aus der Generation Z (zwischen 1995 und 2010 geboren) von Bewerber*innen älterer Generationen hinsichtlich ihrer Ansprüche an den Arbeitgeber?

Ich vermute, dass grundsätzlich die Ansprüche gestiegen sind. So besteht aktuell ein Fachkräftemangel und die jungen Bewerber*innen kennen ihren Wert auf dem Arbeitsmarkt. Dadurch ist die Wechselbereitschaft bei ihnen gestiegen.

Im Vergleich zu älteren Generationen denke ich, dass zum Beispiel der Anspruch „Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben“ eine höhere Bedeutung bekommen hat. So ist für die Generation Z sehr wichtig, eine gesunde Balance zwischen der Arbeit und dem Privatleben aufrechtzuerhalten und oft auch beide Bereiche voneinander zu trennen.

Welche Unternehmenswerte sind Bewerber*innen aus der Generation Z besonders wichtig?

Eine schöne Entwicklung ist, dass immer mehr junge Menschen bei der Auswahl ihres zukünftigen Arbeitgebers darauf achten, dass ihre eigenen inneren Werte auch mit den Unternehmenswerten übereinstimmen. Wichtige Werte der Gen Z sind beispielsweise Offenheit, Vertrauen, Nachhaltigkeit, Diversität oder auch Verlässlichkeit.

Für mich ist an dieser Stelle aber wichtig zu betonen, dass die Orientierung an einer Generation eine Hilfestellung für Unternehmen bilden kann. Jedoch sollte immer achtsam darauf geachtet werden, jeden Bewerber und jede Bewerberin individuell wahrzunehmen und kennenzulernen und sie nicht bereits im Vorfeld anhand generationenspezifischer Eigenschaften in eine Schublade zu stecken.


Nachhaltigkeit wird der jungen Arbeitnehmer*innen bei der Jobauswahl zunehmend wichtiger.

Eine wie große Rolle nimmt die Frage nach der Sinnhaftigkeit bei der Jobsuche für die jungen Bewerber*innen ein?

Ich denke die Sinnhaftigkeit nimmt bei der Jobsuche eine sehr wichtige Rolle ein und wirkt sich auch im Nachhinein auf die Bindung an das Unternehmen aus.

Inwiefern haben sich die Anforderungen an den Arbeitsplatz durch die Corona-Pandemie verändert?

Eine Veränderung durch die Corona-Pandemie ist sicherlich eine größere Offenheit sowie Interesse gegenüber mobilem Arbeiten. So haben viele Arbeitnehmer*innen während den letzten beiden Jahren überwiegend oder sogar vollständig aus dem Homeoffice gearbeitet. Dies hat sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich gebracht. Doch grundsätzlich wurde das mobile Arbeiten aufgrund der Vorteile für viele Arbeitnehmer*innen attraktiver. So sparte man sich etwa lange Anfahrtszeiten ins Büro oder konnte sich trotz der bestehenden Corona-Maßnahmen problemlos mit weiteren Kolleg*innen auch von anderen Standorten über virtuelle Meetings austauschen. Dadurch konnte eine soziale Nähe trotz physischer Distanz aufrechterhalten werden. So legen nun viele Menschen mehr Wert auf mobiles Arbeiten und möchten dies auch zukünftig nicht mehr missen.  

Vielen herzlichen Dank für das Interview, liebe Adriana!

Dir schwebt nun auch noch eine Frage im Kopf herum, die du gerne an Adriana Fritz stellen möchtest?

Dann schreib sie in die Kommentare. Wir freuen uns auf den Austausch mit dir!

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Mehr zur Generation Z im Berufsleben: Was der Generation Z bei der Arbeitssuche wichtig ist

Hier kommst du zu unserem Interview mit Ökostromanbieter Naturstrom über die Generation Z in der Arbeitswelt

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