Authentisches Employer Branding
Kandidaten und Querdenker

Authentisches Employer Branding

Bewerber möchten keine Hochglanz-Bilder und teure Image-Videos, sondern echte Einblicke ins Unternehmen und hinter die Kulissen. Die Kriterien und Faktoren nach denen Kandidaten die Attraktivität ihres potenziellen Arbeitgebers beurteilen, haben sich stark gewandelt.

Bewerber möchten keine Hochglanz-Bilder und teure Image-Videos, sondern echte Einblicke ins Unternehmen und hinter die Kulissen. Die Kriterien und Faktoren nach denen Kandidaten die Attraktivität ihres potenziellen Arbeitgebers beurteilen, haben sich stark gewandelt.

03.11.2015

Neue Werte und War for Talents

Es ist kein Geheimnis, dass sich die Situation längst gewandelt hat - die besten Köpfe bewerben sich nicht mehr bei den Unternehmen, sondern die Unternehmen konkurrieren um sie.

Auch die Kriterien und Faktoren nach denen die Kandidaten die Attraktivität ihres potenziellen Arbeitgebers beurteilen, haben sich stark gewandelt. Legte die Generation X noch großen Wert auf Karriere und Gehalt, so spielt bei der Generation Y eine gute Work-Life-Balance eine herausragende Rolle. Natürlich ist das Gehalt weiterhin ein wichtiger Hygienefaktor, doch weiche Kriterien wie flexible Arbeitszeiten, Gesundheitsförderung oder Familienorientierung werden immer entscheidender für die Arbeitgeberwahl.

Viele Unternehmen bieten bereits zahlreiche Life-Balance Angebote, nur werden diese beim Recruiting-Prozess zu wenig oder falsch kommuniziert. Vor allem mittelständische Unternehmen schreiben Mitarbeiterverantwortung groß, längst bevor Erfindung des Begriffs „Employer-Branding“ und bieten ihrer Belegschaft vielfältige Entfaltungs-und Gestaltungs-Möglichkeiten. Der Erfolg motivierter Mitarbeiter äußert sich beispielsweise in einer messbaren deutlich längeren Betriebszugehörigkeit. Leider schneiden diese ‚Hidden Champions‘ oftmals schlecht im „War for Talents“ ab, weil die Kommunikationsstrategie nicht stimmt.

Authentizität als oberstes Gebot

Die Budgets für Employer-Branding wurden in der jüngsten Vergangenheit zwar kräftig erhöht, nur wird das Geld an vielen Stellen falsch eingesetzt.

Bewerber möchten keine Hochglanz-Bilder und teure Image-Videos, sondern echte Einblicke ins Unternehmen und hinter die Kulissen. Insbesondere über Stellenanzeigen können die eigenen Alleinstellungsmerkmale und Werte herausgestellt werden. Die meisten Stellenanzeigen gleichen leider immer noch zu fast 100% einander und lesen sich wie vor 20 Jahren. „Ihr Profil“ und „Ihre Aufgaben“ sind häufig die einzigen Überschriften und verraten wenig über Mitarbeiter-Benefits oder Unternehmenskultur. Auch authentische Arbeitgeber-Videos, die echte Eindrücke vom zukünftigen Arbeitsplatz und den Kollegen vermitteln, findet man selten.

Neue Medien und Kanäle

Generell werden neue Medien wie soziale Netzwerke nur zu Bruchteilen genutzt. Wichtig sind vor allem eine zielgruppengenaue Ansprache und ein adäquates Format. Insbesondere die Vorteile, die sich aus Netzwerkeffekten ergeben können, werden derzeit noch stark unterschätzt.

Weiterhin suchen immer mehr Bewerber mit dem Handy oder Tablet-PC nach Jobs, jedoch sind die kaum Karriereseiten für mobile Endgeräte gerüstet, was bei Bewerbern wenig Innovationskraft ausstrahlt.

Innovative Arbeitgeber-Angebote

Punkten können Arbeitgeber ebenso mit innovativen Angeboten, die den Job abwechslungsreicher gestalten. Neben Job-Rotation wird beispielsweise auch das Jobsharing mit anderen Arbeitgebern immer beliebter.

Viele Mitarbeiter wissen leider nicht einmal, welche Palette an Angeboten das eigene Unternehmen parat hält. Daher gilt bei allen Angeboten, die das eigene Arbeitgeberprofil stärken der oberste Marketing-Grundsatz: „Tue Gutes und rede darüber“. Damit dies authentisch geschieht, sollte die Personalabteilung die eigenen Werte genau kennen, bzw. in Mitarbeiter-Workshops erarbeiten und anschließend in attraktiven Formaten und passenden Kanälen kommunizieren. Bisher tut dies leider nur ca. die Hälfte der Unternehmen nach einer klaren Strategie, wie aktuelle Studien zeigen.

In der FAZ werden Chancen und Stellschrauben in einem interessanten Artikel ausführlich erläutert, ebenso vermitteln auf Employer-Branding spezialisierte Anbieter das nötige Handwerkszeug.



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